Kalenderblatt vom 17. August 2018

Losung

Der HERR sprach: Dich jammert der Rizinus, um den du dich nicht gemüht hast, hast ihn auch nicht aufgezogen, der in einer Nacht ward und in einer Nacht verdarb, und mich sollte nicht jammern Ninive, eine so große Stadt?

Jona 4,10-11

Lehrtext

Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.

1.Korinther 10,24

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 12. August 2018 bis Samstag, 18. August 2018

Wochenspruch

Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. (1. Petr 5, 5)

Feiertag

11. Sonntag nach Trinitatis

Erklärung

Der 11. Sonntag nach Trinitatis widmet sich unserer Einstellung zu Gott und zu seinem Gnadenhandeln. Dafür werden im Evangelium die zwei völlig unterschiedlichen Charaktere des Pharisäers und des Zöllners einander gegenüber gestellt. Die übrigen Texte weisen mehr in die Richtung des „Seligwerdens aus Gnade“ und nicht aus Werken. Unsere Einstellung zu der Gnade Gottes ist entscheidend dafür, ob wir sie auch empfangen werden.

Quelle: © Martin Senftleben, www.daskirchenjahr.de

Thema

Pharisäer und Zöllner

Gal 2, 16-21

16 Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch des Gesetzes Werke wird kein Mensch gerecht.

17 Sollten wir aber, die wir durch Christus gerecht zu werden suchen, sogar selbst als Sünder befunden werden – ist dann Christus ein Diener der Sünde? Das sei ferne!

18 Denn wenn ich das, was ich niedergerissen habe, wieder aufbaue, dann mache ich mich selbst zu einem Übertreter.

19 Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt.

20 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dahingegeben.

21 Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn wenn durch das Gesetz die Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.

Andacht der Woche

Bibeltext (nicht zum Predigttext des Sonntags): Psalm 121

Ein Wallfahrtslied. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.

Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

 

Gott behüte dich!

Pfiat di ist eine in Teilen Bayerns traditionelle und bis heute gängige Grußformel zum Abschied. In der hochdeutschen Form „Gott behüte dich“ steht dieser Wunsch auf einer Magnettafel, die viele Erstklässlerinnen und Erstklässler in den Einschulungsgottesdiensten zwischen Göttingen und Cuxhaven und Osnabrück und Dannenberg als kleines Geschenk überreicht bekommen.

„Gott behüte dich“ klingt erstmal wenig modern. Doch in diesem Jahrhunderte alten Abschiedsgruß bündelt sich das, was für die Schulanfängerinnen und Schulanfänger und (fast noch mehr) für ihre Eltern, Familien und Freundinnen und Freunde das Besondere des Einschulungsgottesdienstes ausmacht: Die bewusste oder unbewusste Hoffnung, dass da mit Gott noch jemand ist, der einen auf dem Lebensweg begleitet.

Marie geht in die vierte Klasse und gestaltet in diesem Jahr einen Einschulungsgottesdienst für die Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit. In der Vorbereitung hat sie mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern die Geschichte von der Sturmstillung Jesu gelesen. „Mir macht die Geschichte von Jesus Mut,“ erzählt sagt sie. „Denn jetzt weiß ich: Gott kennt das auch, wenn wir Angst haben und darum hilft er uns: Nicht nur, wenn wir irgendwo unterwegs sind, sondern auch auf unserem Weg durch die Schulzeit.“

Ganz greifbar wird die Begleitung Gottes im Segen, der den neuen Schulkindern zugesprochen wird. Auch das zunächst mal keine moderne, sondern eine uralte Zeichenhandlung.

Doch vielen Eltern, die ihr Kind mit dem Schulanfang wieder ein Stück mehr loslassen (müssen), tut es gut, dieses Handauflegen zu sehen. Sie erleben so mit, dass neben den Lehrerinnen und Lehrern, pädagogischen Mitarbeitenden und den Freundinnen und Freunden auch Gott das eigene Kind begleitet. 

Es tut gut, wenn wir uns an wichtigen biographischen Stationen daran erinnern, dass neben aller Eigenverantwortung unser Leben in Gottes Hand liegt. Aber nicht nur dann. Es kann mich entlasten, wenn ich immer mal wieder in meinen täglichen Routinen inne halte und mich an die Zusage Gottes erinnere. 

Zumindest die neuen Erstklässlerinnen und Erstklässler haben dafür jetzt eine Gedankenstütze. Die vielen kleinen und großen Buchstaben auf der Magnettafel kann man prima auseinandernehmen und neu zusammensetzen. Nur drei Worte lassen sich nicht zerlegen, aber dafür prima auf jedem magnetischen Hintergrund wie zum Beispiel dem Kühlschrank befestigen: Gott behüte dich! 

 

Pastor Benjamin Simon-Hinkelmann

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Grün - Bild von Erich Grün

Grün als Farbe der erwachenden und lebenden Natur bestimmt die Sonntage nach Epiphanias bis zur Passionszeit und die Sonntage nach Trinitatis.

Bild: Sammlung Erich Grün                 

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Quelle Losungen: Herrnhuter Losungen

Moment Mal

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Erfahrungen des menschlichen Alltags, aus dem Glauben gedeutet - Eine Reihe zum kurzen Innehalten im schnellen Lauf der Zeit - Autorin: Christina Innemann

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Morgenandacht

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"i.R." steht für "im Ruhestand". Manche gebrauchen auch die Übersetzung: "In Reserve". Für Karen Siegert hat dieses i.R. einen besonderen Klang bekommen. Es bedeutet für sie: In Ruhe.

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Wochenlied

Aus tiefer Not schrei ich zu dir (EG 299)

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