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Hochzeit und Trauung

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Bei einer Trauung sagt Gott „Ja“ zu der Liebe zweier Menschen. Die kirchliche Trauung ist ein Gottesdienst, in dem zwei Menschen vor der Gemeinde anlässlich einer Eheschließung für ihren gemeinsamen Lebensweg Gottes Segen erbitten. Wichtig: Eine kirchliche Trauung ersetzt nicht die Eheschließung auf dem Standesamt, diese muss vor der kirchlichen Trauung erfolgt sein. Martin Luther schrieb zur Ehe: „Die Ehe ist ein weltlich Ding.“ Damit meinte er, dass alle zivilrechtlichen und ökonomischen Aspekte, die mit der Ehe verbunden sind, nach weltlichen Gesetzen geregelt sein sollen – und nicht geistlichen Regeln unterliegen. Aufgabe der Kirche ist es, das Paar zu segnen und es in ihrem Glauben auf ihrem gemeinsamen Weg zu stärken. Ehepaare kommen also in die Kirche als bereits verheiratete Menschen.

Einige Bundesländer haben mittlerweile entschieden, dass man sich auch ohne Standesamt kirchlich trauen lassen darf. Die Evangelische Kirche in Deutschland hat jedoch entschieden, auch in diesen Fällen darauf zu bestehen, dass die Ehe zuerst auf dem Standesamt geschlossen wird. Sollten Paare diese Reihenfolge aus irgendwelchen Gründen nicht einhalten wollen oder eine standesamtliche Trauung ablehnen, können sie ein Gespräch mit dem zuständigen Pfarramt suchen. Die Evangelische Kirche in Deutschland sucht zurzeit nach Wegen, auch für diese Paare einen angemessenen Gottesdienst zu gestalten.

Die Ehe ist nach evangelischem Verständnis eine Gabe Gottes. Gott freut sich mit allen Menschen, die sich lieben und ihr Leben gemeinsam gestalten wollen. Bei einer Trauung sagt Gott „Ja“ zu ihrer Liebe. Die Ehe ist jedoch kein Sakrament wie in der katholischen Kirche. Das bedeutet: Dass Menschen das Heil im Glauben erfahren, steht und fällt nicht damit, dass sie verheiratet sind und bleiben. Unter anderem deswegen können in der evangelischen Kirche auch geschiedene Menschen wieder heiraten.

Quelle: https://www.ekd.de/Trauung-11038.htm

Handreichung: Trauung gleichgeschlechtlicher Partner

Mit dieser Handreichung legt die Evangelisch- lutherische Landeskirche Hannovers einen liturgischen Entwurf für die Trauung von Paaren gleichen Geschlechts vor. Damit wird ein weiterer Schritt auf einem langen Weg gegangen. Gleichgeschlechtliche Paare wurden über längere Zeit in einer Fürbittandacht begleitet. Mit einer ersten Fassung dieser Handreichung lud unsere Kirche dann seit dem Jahr 2014 zu einem öffentlichen Gottesdienst der Segnung ein, wie er von vielen Paaren gewünscht wurde.

Im Juli 2017 hat der Deutsche Bundestag das „Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts“ beschlossen. Darin heißt es: „Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen.“ Verstärkt wenden sich nun gleichgeschlechtlich liebende Paare, die standesamtlich geheiratet haben oder dies vorhaben, an die Gemeinden und bitten um eine kirchliche Trauung. Diese Handreichung öffnet dafür den Weg. Wir halten das theologisch und seelsorglich für geboten. Rechtliche Änderungen waren dazu nicht erforderlich. Im Trauungsgesetz unserer Landeskirche heißt es schon seit Langem: „Die kirchliche Trauung ist ein besonderer Gottesdienst für Eheleute aus Anlass ihrer Eheschließung. Voraussetzung für die Trauung ist die rechtsgültige Eheschließung.“

Landesbischof Ralf Meister (Aus dem Vorwort der Handreichung)

Video: Trauung gleichgeschlechtlicher Partner

Gleichgeschlechtliche Paare können sich in der Landeskirche Hannovers trauen lassen, es gibt keine formale Unterscheidung mehr zu einer Trauung zwischen Frau und Mann. Ein Videostatement.

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Wer verliebt ist, schwebt auf „Wolke sieben“ und sieht die Welt mit anderen, neuen Augen.

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