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Bild: Judywie / photocase.com 

Adams Autobiografie

Nachricht 12. April 2012

Ich fühle mich pudelwohl!

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 Winfried Gringmuth

An meine Kindheit und Jugend fehlt mir jede Erinnerung. Trotzdem, jetzt im gesetzten Alter, fühle ich mich pudelwohl. Und genau bei diesem Wort fällt mir einer der schönsten Abschnitte meines Lebens ein! Ganz zu Beginn meiner Erinnerungen war es ziemlich öde auf der Erde.

Aber da entstand wie aus dem Nichts eine geradezu unglaubliche Landschaft: grün und bunt, wie ich es noch nie gesehen hatte, und derart viele tolle Dinge zum Essen, dass ich mich schon ärgerte, wenn ich wieder mal satt war. Na gut, an einen Baum durfte ich nicht ran, hatte mir Gott gesagt.

Bei der vorhandenen Abwechslung war das völlig in Ordnung. Aber Gott musste wohl gedacht haben: „Auf Dauer könnte auch das langweilig werden - und bevor er auf Dummheiten kommt …“ Jedenfalls tauchten um mich herum plötzlich lauter – ja, was eigentlich? auf!

Das große Gefleckte nenne ich Muh

Husch! Schhhh... Raschel! und wieder so ein ... Lebewesen. Schön! Noch schöner! Und das? Na gut – ist ja vielleicht eine Versuchsreihe. Irgendwie im Innern hörte ich: „Du! Ja, genau du! Gib ihnen Namen!“

Schhhhh! Schon wieder eins! Jetzt fliegen sie sogar! „Denn die werden dich jetzt begleiten! Du bist nicht länger allein!“ In der Tat, das war eine gute Idee. Nur Schlafen, Essen und mich des Daseins freuen – na ja. Vielleicht würde ich ja sogar Freunde finden? Ich hörte Gott: „Na denn – los!“

„Dieses große Gefleckte da – das nenne ich: Muh“! „Das ist ja einfallslos!“ „Na gut, dann eben Kuh!“ „Wenn du meinst ...“ „Und diesen Buddler, der für schlechte Zeiten – sag mal, gibt's die überhaupt? - sammeln will, den nenne ich Hamster.“ „Geht in Ordnung.“

Der Traum meiner schlaflosen Nächte

„Dann ist da noch so ein haariger Hampelmann, der in den Bäumen rumtobt. Ein echter Affe!“ „Soll das ein Name sein?“ „Äh – ja, meinetwegen.“ So ging das über Wochen. Gott hatte ja auch Ideen! Winzigste Lebewesen und riesige. Solche, die mir nicht geheuer waren und andere – ach, einfach zum Kuscheln. Ich hatte echt zu tun! Ja, da gab es auch welche, denen fühlte ich mich sehr nahe. Orang-Uta habe ich sie genannt oder Gorilla – auch die Delfine … und doch war das irgendwie nicht das Wahre … Gott muss das gemerkt haben.

„Du, ich hab da was für dich. Siehst du die Frucht da drüben? Ja, arg reif, aber du wirst schon merken ...“ Und ich merkte. Erst etwas ungewöhnlich, aber dann … schmeckte verdammt gut … und es gab ja so viel davon … jedenfalls war ich anscheinend ziemlich schnell völlig fertig. Filmriss!

Als ich wieder aufwachte – ich weiß bis heute nicht wann -, dachte ich, ich seh' nicht richtig. Was ist das denn? Der Traum meiner schlaflosen Nächte?

Sie blieb da!

Ich musste mich erst einmal kneifen, aber ich war tatsächlich wach. Und – sie? sie! - blieb da! Keine Fata Morgana! Zugegeben, einen Dämpfer gab's dann freilich auch. Irgendwann später, nach vielen schönen Tagen fragte ich: „Liebst du mich?“ „Wen denn sonst?“

Pastor Winfried Gringmuth

Das Osterlachen

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Das Osterlachen bezeichnet ursprünglich den Brauch, in der Predigt an Ostern die Gottesdienstgemeinde zum Lachen zu bringen. In einigen Regionen war dies vom 14. bis 19. Jahrhundert fester Bestandteil des christlichen Brauchtums.

Der Grundgedanke des Osterlachens war, die Osterfreude zum Ausdruck zu bringen. Gleichzeitig symbolisiert das Osterlachen die Überlegenheit und den Sieg über den Tod, der sich an Christus „verschluckt“ hat und der Lächerlichkeit preisgegeben ist. Mareike Bohrenkämper ist dem Lachen auf der Spur.