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Eine Tasse Tee, Parties und gute Stimmung

Nachricht 16. März 2012

75 Frauen und 70 Männer bewerben sich im Kirchenkreis Leer

Leer. „Gemeinde stark machen“ lautet das Motto der Kirchenvorstandswahlen am 18. März. Bereit, das umzusetzen, sind 145 Kandidatinnen und Kandidaten im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Leer. Sie stellen sich in den 19 Gemeinden für insgesamt 100 Sitze zur Wahl. „Gemeinde stark machen“ sei aber auch als Aufruf an die Wahlberechtigten zu verstehen, betonte Superintendent Burghard Klemenz: „Es wäre schön, wenn viele ihre Stimme abgäben und damit die Verbundenheit mit ihrer Gemeinde zeigten.“

Eine gute Wahlbeteiligung signalisiere außerdem den künftigen Kirchenvorstandsmitgliedern, dass die Menschen Interesse an ihrer Arbeit hätten und hinter ihnen stünden, erklärte der Chef des Kirchenkreises Leer. Frauen werden in verschiedenen Bereichen ermuntert, verstärkt Verantwortung zu übernehmen. Weibliche Berührungsängste mit den Aufgaben im Kirchenvorstand (KV) scheint es weniger zu geben: 75 Frauen im Kirchenkreis Leer bewerben sich gemeinsam mit 70 Männern um das Ehrenamt. Wahlberechtigt sind 29.908 Mitglieder.

Die jüngsten sind 16 Jahre, eine 102-jährige Dame ist das älteste Gemeindemitglied auf einer Leeraner Wählerliste. Die Kernöffnungszeit der Wahllokale liegt zwischen 11 und 17 Uhr, manche sind auch länger geöffnet. Während der Gottesdienste sind die Wahllokale geschlossen. Manche Kirchengemeinden verbinden die Kirchenvorstandswahl am Sonntag mit besonderen Angeboten für die Besucher. Dort sind sie dann nicht nur eingeladen, ihre Stimmen abzugeben, sondern zum Beispiel auch, gemütlich Tee zu trinken oder nach Auszählung der Stimmen eine Wahlparty zu feiern, wie das beispielsweise in der Leeraner Lutherkirchengemeinde vorgesehen ist.

Text: Kirchenkreis Leer

Wahlparty im Kirchenkreis Hittfeld

Ob mit Sekt und Orangensaft, Konzert oder Kunst-Ausstellung - am Sonntag, 18. März, laden viele Kirchengemeinden des Kirchenkreises Hittfeld nach der Kirchenvorstandswahl zur Wahlparty ein. Zur KV-Wahl sind alle Kirchenmitglieder der Gemeinden am Sonntag aufgefordert, mit ihrer Stimme ihre Kandidaten für den Kirchenvorstand zu wählen. „Ehrenamtliches Engagement prägt unsere Kirche.

Am 18. März können die Kirchenmitglieder entscheiden, wer ihre Gemeinde leitet“, sagt Ralf Meister, Landesbischof der Ev. Landeskirche Hannovers. Nicht nur in der Landeskirche Hannovers, auch in den Landeskirchen Oldenburg, Braunschweig und Schaumburg-Lippe werden am Sonntag Kirchenvorstände und Gemeindekirchenräte neu gewählt. Am Sonntag, 18.3.2012 sind die Gemeindehäuser der Kirchengemeinden des Kirchenkreises Hittfeld bis 18 Uhr zur Stimmabgabe geöffnet, viele Gemeinden laden danach zur „Wahlparty“ mit unterschiedlichen Angeboten ein, wie etwa in:

Jesteburg, St. Martin-Kirche: „Am Wahltag findet um 18 Uhr ein Abendgottesdienst mit der Ausstellungseröffnung „Ha-Makom – Gottes Ort“ der Künstlerin Ikra Weiss statt. Damit starten wir offiziell unsere „Offene Kirche“. Danach laden wir zur Wahlparty ins Gemeindehaus“, sagt Pastorin Ellen Kasper.

Neu Wulmstorf, Lutherkirche: „Bei Sekt und O-Saft werden wir am Abend feierlich das Wahl-Ergebnis verkünden und laden dazu herzlich ein“, sagt Pastor Florian Schneider.

Buchholz, St. Johanniskirche: „Für die Wähler stehen am Wahltag Kaffee und Kuchen bereit. Um 17 Uhr findet ein Konzert zur Einweihung des restaurierten Flügels statt: Alexander Kockel (Posaune) und Professor Martin Schumann (Klavier) spielen Werke u.a. von Ludwig van Beethoven, Franz Liszt oder Frédéric Chopin“, sagt Kirchenvorsteher Rainer Rucks. Danach werden die Wahlergebnisse bekannt gegeben.

Buchholz, St. Pauluskirche: „Wir laden zum „Tag der offenen Tür“ ins Paulus-Haus am Wahltag. Gruppen und Angebote der Gemeinde stellen sich vor, es gibt Kuchen, Kaffee, Musik und Hausführungen“, sagt Pastor Andreas Kern. „Nach dem Abendgottesdienst „Zwischenhalt“ um 18 Uhr folgt die Auszählung mit Wahlparty.“

Maschen, Friedenskirche: „Um 16 Uhr eröffnen wir am Wahltag die Ausstellung „Partitur des Friedens“ von Sylvia Lüdtke und um 18 Uhr folgt die Bachkantate „Mer han een neue Oberkeet“ mit Linda-Joan Berg (Sopran) und Pascal F. Skuppe (Bass und Begleitung)“, sagt Kirchenvorsteherin Ulrike Voss. Die Ausstellung dauert bis zum 16. April.

Nenndorf, Kreuzkirche: „Wir laden am Sonntag um zehn Uhr zum Familiengottesdienst mit Tauferinnerung und dem Kinderchormusical „Mit den Seefahrern auf Schatzsuche“. Danach wird von elf bis 18 Uhr die neue „Captain’s-Crew“ gewählt, ab 19 Uhr ist dann Wahlparty im Gemeindehaus“, sagt Pastorin Katharina Behnke.

Die Gemeinden hoffen auf eine gute Wahlbeteiligung. „Eine ordentliche Wahlbeteiligung ist auch ein Zeichen des Vertrauens und der Anerkennung“, sagt Ministerpräsdient David McAllister.
 

Text: Carolin Wöhling, Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Hittfeld

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Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann: Kirchenwahlen sind Chance zur Mitgestaltung

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Ingrid Spieckermann

Die Kirchenvorstandswahlen bieten nach Ansicht der hannoverschen Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann eine Chance, die Arbeit in der eigenen Kirchengemeinde mitzugestalten. Mit der Wahlstimme werde den Kandidaten für ihr Engagement der Rücken gestärkt, sagte Spieckermann am Montag in Hannover. Die Gemeindemitglieder könnten so ihre Mitverantwortung für die Gemeinde wahrnehmen und Prioritäten setzen.

Am 18. März werden die Kirchenvorstände in den lutherischen Landeskirchen von Hannover, Oldenburg, Braunschweig und Schaumburg-Lippe neu gewählt. Der Kirchenvorstand leite zusammen mit dem Pfarramt die Kirchengemeinde, betonte Spieckermann. Der Vorstand müsse sich fragen: „Wie sind wir als evangelische Christen für die Menschen an unserem Ort da?“

Trotz knapper werdender Mittel müssten die Bedingungen für Gemeinden geschaffen werden, die offen, einladend und gemeinschaftsstiftend seien. Der Kirchenvorstand sei auch ein Ort, um miteinander im Glauben zu wachsen, sagte die Theologin. „Ich kenne nicht wenige Kirchenvorsteher und -vorsteherinnen, die aus dem Kirchenvorstand heraus Lust bekommen haben, sich zu Lektoren und Prädikanten ausbilden zu lassen.“ Die Gemeinden leisteten einen wichtigen Beitrag für ein sinnerfülltes, soziales und von gegenseitiger Achtung geprägtes Zusammenleben.

Dies gelte auch für die Begegnung mit anderen Kulturen und Religionen. Die Gemeinde sei ein integrativer Ort. „Unsere Stärke ist, dass bei uns Schwäche zugelassen ist.“

Text: epd Landesdienst Niedersachsen-Bremen