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„Wir sind viele!“

Nachricht 12. März 2012

Aus allen vier Regionen des Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen kamen am Samstag Kandidatinnen und Kandidaten für die Kirchenvorstandswahl an der Langenhagener Elisabethkirche zusammen, um Teil einer besonderen Fotoaktion zu werden: Auf dem Kirchplatz bildeten sie gemeinsam das eigens für den Kirchenkreis entwickelte Wa(h)l-Logo nach. Rund 100 Menschen reihten sich dabei auf dem vorgezeichneten Umriss des freundlichen Tieres ein und boten ein imposantes Motiv für die Fotografen, die ihrerseits eine ganz besondere Perspektive hatten.

Aus einer Luke des Kirchendaches heraus entstanden so Fotos, die eines deutlich signalisieren: „Wir sind viele, und wir wollen in unseren Gemeinden etwas bewegen!“ Superintendent Martin Bergau bedankte sich sehr herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Aktion und lud sie im Anschluss zu Kaffee und Kuchen ins Gemeindehaus ein. Hier entwickelte sich dann schnell ein reger Austausch unter den engagierten Frauen und Männern aus Burgwedel, Langenhagen, der Wedemark und Isernhagen – über Gemeinde- und Regionsgrenzen hinweg war dies ein willkommener Anlass, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Ein Kirchenvorsteher berichtet

Jüngste Kandidatin in Landeskirche Oldenburg

Ende Januar dieses Jahres ist Katharina Powileit 18 geworden. Damit erfüllt sie knapp die Altersvoraussetzung, um für die Wahl zum Gemeindekirchenrat in Ocholt in der Oldenburgischen Landeskirche zu kandidieren. Und genau das hat die 18-Jährige getan. „Unser Pastor hat mich angesprochen“, erzählt die Ocholterin. Von Anfang an fand sie die Idee spannend.

Doch bevor Powileit sich für die Kandidatur entschieden hat, wog sie das Für und Wider ab und besprach die Entscheidung in ihrer Großfamilie. Gegen eine Kandidatur sprach aus der Sicht der 18-Jährigen eigentlich nur der Zeitfaktor. Denn Powileit will ihr Fachabitur in Sozialpädagogik machen. Neben der Schule gehört dazu auch ein Jahrespraktikum. Das absolviert die Ocholterin derzeit im evangelischen Kindergarten ihrer Gemeinde. Letztlich aber waren die zeitlichen Bedenken schnell zerstreut. Der Spaß an der Arbeit in der Gemeinde überwog, und Powileit ließ sich für die Wahl aufstellen. Die junge Ocholterin weiß auch schon genau, wo sie ihren Schwerpunkt setzen will, falls sie gewählt wird: in der Jugendarbeit. Besonders am Herzen liegen ihr die Jugendgottesdienste. Ihr Ziel: die Jugendlichen nach der Konfirmation in der Gemeinde halten. Für ihre Tätigkeit im Gemeindekirchenrat kann die 18-Jährige auf ihre lange Erfahrung als Betreuerin in der Konfirmandenarbeit zurückgreifen. „Unsere Gemeinde kennt mich bereits“, weiß sie. Und auch Powileit kennt sich in ihrer Gemeinde gut aus. Über die Arbeit im Gemeindekirchenrat weiß sie auch schon einiges.

In ihrem Bekanntenkreis gibt es auch Kirchenälteste, die ihr darüber berichtet haben. Bei ihren Freunden stößt Powileit auf viel Verständnis. Und wenn in der Schule Mitschüler mit Unverständnis reagieren, erklärt ihnen die 18-Jährige gern, wie viel Spaß ihr das Engagement in ihrer Gemeinde macht. „Das bin einfach ich“, betont sie.

Text: Kerstin Kempermann