2012_03_11k

 Bild: S. Hofschläger / pixelio.de

Weniger Stimmen und diese gut verteilt

Nachricht 11. März 2012
IMG_0024
Auch in Engerhafe wählen die Reformierten mit. Die Kirche am Ort wurde im Jahr 1250 gebaut. Bild: Dieckmann

Weniger Stimmen, Kumulieren nicht erlaubt, Reformierte wählen an den meisten Orten mit. So könnte man kurz die Auskünfte zusammenfassen, die die Kirchengemeinden in diesen Tagen zu den Kirchenvorstandswahlen geben. Knapp zwei Wochen vor den Kirchenvorstandswahlen mehren sich in den Kirchengemeinde konkrete Anfragen zum Ablauf der Kirchenvorstandswahlen.

Viele Nachfragen beziehen sich auf die Stimmabgabe. Seit der letzten Kirchenvorstandswahl hat die Landeskirche das Wahlgesetz dahingehend geändert, dass heute vielerorts weniger Stimmen vergeben werden. Außerdem ist heute anders als vor sechs Jahren das Kumulieren, also das Vereinen von mehreren Stimmen auf denselben Kandidaten bzw. die dieselbe Kandidatin, nicht mehr erlaubt. So können z.B. in einer Gemeinde, die seit jeher fünf Kirchenvorsteherinnen und -vorsteher wählt, nur noch bis zu drei Stimmen abgegeben werden, und zwar unbedingt für unterschiedliche Kandidatinnen und Kandidaten. 

Reformierte wählen mit

In größeren Gemeinden haben die Wählerinnen und Wähler mehr Stimmen - wie viele, ist auf den Stimmzetteln klar ersichtlich. Zusätze machen die Stimmzettel ungültig. Einige Reformierte haben sich gewundert, dass sie eine Benachrichtigungskarte zu einer Wahl in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche erhalten. Dies hat aber durchaus seine Richtigkeit.

Denn nach einem alten ostfriesischen Sonderrecht, das auf das Emder Konkordat von 1599 zurückgeht, gehören alle Reformierte, die auf dem Gebiet einer Kirchengemeinde der lutherischen Landeskirche wohnen, dieser als vollberechtigtes Gemeindeglied an und behalten dabei das Konfessionsmerkmal evangelisch-reformiert. 

Wer von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch machen möchte, muss die Rückseite der Benachrichtigungskarte ausfüllen und die Karte bis zum 15. März an die Kirchengemeinde zurücksenden. Die daraufhin zugeschickten Briefwahlunterlagen müssen spätestens zur Öffnung des Wahllokals dort angekommen sein.

Text und Bild

Text: Pastor Dr. Detlef Dieckmann-von Bünau, Öffentlichkeitsarbeit Kirchenkreis Aurich 

Alles zur KV-Wahl

logo_wahl

  • Fragen zur Wahl
  • Worum es geht
  • Wie man Kandidat/in wird
  • Wie man wählt
Direkt zur Wahlseite

Ein Kirchenvorsteher berichtet

Video anzeigen

Moritz Fischer-Kumbruch war bei der letzten Wahl 2006 der jüngste Kirchenvorsteher der hannoverschen Landeskirche. Er engagiert sich in seiner Gemeinde besonders für die Jugendarbeit.