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Vor Mitternacht kein Feierabend

Nachricht 28. Februar 2012

Kirchenamt in Hildesheim ist für 161 Wahlbezirke zuständig

Die Vorbereitungen laufen seit dem vergangenen Sommer auf Hochtouren. Die meiste Arbeit haben Klaus Kastmann und Matthias Wehling vom Kirchenamt Hildesheim deshalb schon hinter sich: Die Kirchenvorstandwahlen am 18. März können kommen. Zum ersten Mal ist das Kirchenamt in Hildesheim für satte 161 Wahlbezirke zuständig.

Der Zusammenschluss der Kirchenkreise Hildesheim-Sarstedt und Hildesheimer Land-Alfeld zu einem Verband macht’s möglich. 127 000 wahlberechtigte evangelische Bürger gibt es im neuen Verwaltungsbereich. Und das sei schon eine Herausforderung, berichtet Matthias Wehling, Leiter des Bereichs Meldewesen. „Aber alles lief nach Plan“, ergänzt Amtsleiter Klaus Kastmann.

900 Kandidaten für 600 Kirchenvorstandsplätze

Beim Kirchenamt in Hildesheim laufen alle Drähte zusammen. Von hier aus managen Klaus Kastmann und Matthias Wehling mit ihren Mitarbeitenden Iris Krumpholz und Ulrich Grotjahn die Organisation der Wahl. Nachdem im Sommer im Amt Wählerlisten erstellt wurden, gingen die gesammelten Daten nach Hannover zur „Comramo“, dem Rechenzentrum der Landeskirche. Von dort kamen die 127 000 Wahlbenachrichtigungskarten und Wählerlisten mit Stand Oktober zurück nach Hildesheim. Davon hat das Kirchenamt ungefähr die Hälfte direkt verschickt – der Rest der Wähler sollte seine Wahlbenachrichtigung von Helferinnen und Helfern in den Gemeinden bekommen haben.

Aber zu einer Wahl gehören nicht nur Wählerinnen und Wähler, sondern auch Kandidatinnen und Kandidaten. Der Kirchenkreisverband umfasst 110 Kirchen- und Kapellengemeinden im politischen Landkreis Hildesheim und Teilen des Landkreises Hameln-Pyrmont sowie der Region Hannover. Er reicht vom östlichen Söhlde bis nach Salzhemmendorf im westlichen Kirchenkreis und von Freden im Süden des Landkreises bis nach Oesselse vor den Toren Hannovers. Auch in der Region Hildesheim ist für die Gemeinden nicht immer einfach, genügend Kandidaten für die Wahlen zu finden. Die Verantwortlichen im Kirchenamt sind aber ganz zufrieden mit der Anzahl der Kandidaten. Insgesamt hat das Amt etwa 900 Kandidaten für rund 600 Kirchenvorstandsplätze gelistet und danach die Stimmzettel vorbereitet.

Alle Fragen konnten beantwortet werden

Um die Kirchenvorstände kompetent auf die Wahlen vorzubereiten, gab es Informationsmaterialien für die Gemeinden und Informationsveranstaltungen für die Pastoren. Bei Problemen konnten sich die Kirchengemeinden noch bis kurz vor Ablauf der Meldefrist der Kandidatinnen und Kandidaten an das Amt wenden.

In einigen Gemeinden gab es beispielsweise Schwierigkeiten mit dem Wahlaufsatz. Zum Einen mussten genügend Kandidaten gefunden werden, zum Anderen änderten sich aufgrund von Gemeindefusionen Wahlbezirke und auch die Anzahl der zu wählenden Kirchenvorsteher. „Kurz vor Schluss gab es noch einige Anfragen aus den Kirchenvorständen oder von Pastorinnen oder Pastoren“, berichtet Matthias Wehling. Aber letztendlich habe man alle Sachfragen lösen können.

Bei der letzten Wahl im Jahr 2006 hat die durchschnittliche Wahlbeteiligung bei 31 Prozent gelegen – im Vergleich des Landeskirche ein relativ hoher Wert. „Wir hoffen, dass wir den Schnitt halten können“, sagt Klaus Kastmann.

In ländlichen Gebieten bis zu 80 Prozent Wahlbeteiligung

Große Unterschiede seien zwischen dem ländlichen Bereich und den städtischen Wahlbezirken zu beobachten ergänzt Matthias Wehling. Auf dem Land könne die Wahlbeteiligung durchaus bis zu 80 Prozent betragen, in den Städten hingegen könne es vorkommen, dass nur zehn Prozent der Wahlberechtigten den Weg zur Urne fänden.

Am Sonntag, 18. März sind die Wahllokale, je nach Gemeinde, zwischen 9.30 Uhr und 18 Uhr geöffnet. Danach werden die Stimmen Vorort ausgezählt und sollten bis 20 Uhr im Kirchenamt gemeldet sein. „Zu siebt nehmen wir die Ergebnisse der Gemeinden entgegen und geben sie an die Presse und Landeskirche weiter,“ sagt Matthias Wehling. Vor Mitternacht sei an Feierabend nicht zu rechnen, meint sein Kollege Ulrich Grotjahn und stellt sich auf einen langen Arbeitstag ein.

Bild und Text:Text/Foto: Kultur & Kommunikation (Manuela Konrad-Nöhren)

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„Ich bin dabei“ sagen Jugendliche aus der hannoverschen Landeskirche zu den Kirchenvorstandswahlen. Sie haben bei diesem Film mitgemacht. Und sie fragen: Bist Du auch dabei?