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Für 400.000 Gemeindeglieder in 117 Gemeinden geläutet

Nachricht 26. Februar 2012

Oldenburgische Kirche leitet Endspurt zur Gemeindekirchenratswahl ein

Am Sonntag, 26. Februar, wurde in der oldenburgischen Kirche der Endspurt zur Gemeindekirchenratswahl 2012 eingeläutet. Bischof Jan Janssen, Synodenpräsidentin Sabine Blütchen und weitere leitende Vertreterinnen und Vertreter der Evangelisch- Lutherischen Kirche in Oldenburg läuteten per Hand an sieben Orten in allen sechs Kirchenkreisen die Kirchenglocken und warben so nochmals für die Beteiligung an der Gemeindekirchenratswahl am 18. März.

Bischof Jan Janssen läutete in Wilhelmshaven nach dem Gottesdienst die Glocken der Christus- und Garnisonkirche. „Stärken Sie die demokratischen Strukturen unserer evangelischen Kirche, indem Sie am 18. März zur Wahl gehen. Entscheiden Sie, wer entscheiden soll.“, rief Janssen die Menschen auf. „Stärken Sie das Miteinander in Ihren Gemeinden! Laden Sie andere evangelische Christenmenschen zur Wahl am 18. März ein.Bringen Sie auch Ihre Familien, Freundeskreise und Nachbarschaften mit! Stärken wir damit auch unsere Zivilgesellschaft, indem wir Christen wählen gehen und entscheiden, nicht nur bei Fernseh- oder Freizeitprogramm oder zwischen verschiedenen Angeboten beim Einkauf. Wir brauchen Ihre Beteiligung auch in Kirche und Gesellschaft. Ihre Stimme zählt!“, betonte der Oldenburger Bischof.

Mit Blick auf das Motto der Gemeindekirchenratswahl 2012: „Gemeinde stark machen“ rief Synodenpräsidentin Sabine Blütchen in Wiefelstede dazu auf: „Machen Sie ihre Gemeinde stark, indem Sie wählen gehen!“ Engagierte Christinnen und Christen stellten sich zur Wahl, um gemeinsam die Gemeinden zu leiten, so Blütchen. Daher sei es wichtig, dass viele Gemeindeglieder von Ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Blütchen betonte, dass es auch die Möglichkeit der Briefwahl gebe.

400.000 Wahlberechtigte in 117 Gemeinden

Ziel der Aktion ist es, auf den Wahltermin aufmerksam zu machen und Gemeindeglieder zu motivieren, am 18. März über die zukünftigen Kirchenältesten abzustimmen. In den 117 Gemeinden der oldenburgischen Kirche sind am 18. März knapp 400.000 Menschen wahlberechtigt. Das Wahlrecht haben alle Kirchenmitglieder, die bis zum Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben, am Wahltag der Kirchengemeinde angehören und in die Wählerliste eingetragen sind.

In der St.-Nikolai-Kirche in Stollhamm wurden die Glocken nach dem Gottesdienst von Synodenvizepräsidentin Annemarie Cornelius geläutet. In Oldenburg Osternburg läutete Oberkirchenrat Detlef Mucks-Büker die Glocken im Gemeindezentrum Bümmerstede und rief die Menschen auf: „Gehen Sie zur Wahl und sagen Sie es weiter.“

In der Kirchengemeinde Garrel unterstützte Oberkirchenrat Wolfram Friedrichs die Läutaktion. In der Kirchengemeinde Schönemoor traf am Sonntagabend Kreispfarrer Dietrich Jaedicke nach einer 44-Km langen Radtour mit dem Gemeindekirchen-Rad durch den Kirchenkreis Delmenhorst / Oldenburg-Land ein. Nach einem Gottesdienst am Sonntagmorgen in Großenkneten machte der Kreispfarrer Station in Huntlosen, Kirchhatten, Hude und Bookholzberg, um kurz vor dem Abendgottesdienst (18 Uhr) in Schönemoor den Endspurt zur Gemeindekirchenratswahl einzuläuten.

Die Gemeindekirchen-Räder, die in allen sechs Kirchenkreisen im Einsatz sind, symbolisieren, dass sich viele Menschen, Kandidatinnen und Kandidaten, Wählerinnen und Wähler auf den Weg machen, um die Kirche zu erneuern und in Schwung zu bringen. Gemeinsam mit Vanessa Becker und Christina Bamesberger läutete Pfarrer Kai Wessels, Vizepräsident der oldenburgischen Synode, die Schlussphase der Gemeindekirchenratswahl am Blockhaus Ahlhorn ein.

Für die beiden jungen Frauen ist die Wahl eine Premiere: Die 21-jährige Vanessa Becker stellt sich zum ersten Mal als Kandidatin zur Wahl der Kirchenältesten, Christina Bamesberger (16) darf in diesem Jahr erstmals wählen. Wessels, eigentlich im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven zu Hause, gab im Süden der oldenburgische Kirche ein Gast(glocken)spiel. Mit 42 Jugendlichen ist er zurzeit auf einer Konfirmandenfreizeit im Ev. Jugendheim Blockhaus Ahlhorn. Das Läuten mit den Jugendlichen bildete den siebenten Standort der Glockenläutaktion in allen sechs Kirchenkreisen.

Evangelisch-lutherische Kirche in Oldenburg

Text und Bilder

Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg, Dirk-Michael Grötzsch, Leiter Presse-und Öffentlichkeitsarbeit

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Hannoverscher Kirchenvorstand = Gemeindekirchenrat in Oldenburg

Der Gemeindekirchenrat ist ein demokratisch gewähltes Gremium. Er wird alle sechs Jahre von den Mitgliedern der Gemeinde gewählt. Er leitet die Gemeinde gemeinsam mit dem Pfarramt. Die Arbeit der Kirchenältesten ist vielfältig: Konfirmandenarbeit, Mitgestaltung der Gottesdienste, Verwendung der Gelder, Personalfragen aber auch Entscheidungen wie Sonnenkollektoren für das Dach des Gemeindehauses oder ein neuer Anstrich für den Kindergarten gehören zu den Schwerpunkten des Gemeindelebens, die von den Ehrenamtlichen mit entschieden werden.

Alle Mitglieder einer Kirchengemeinde, die über 18 Jahre alt sind, können in den Gemeindekirchenrat gewählt werden. Im Jahr 2006 stellten sich etwa 1.800 Kandidatinnen und Kandidaten der Wahl. 1.026 Männer und Frauen wurden in die Gemeindekirchenräte gewählt (521 Kandidatinnen und 505 Kandidaten) – mit ähnlichen Zahlen wird auch für 2012 gerechnet.

Am 18. März 2012 sind insgesamt mehr als drei Millionen wahlberechtigte Gemeindeglieder der evangelischen Kirchen in Niedersachsen aufgerufen, ihre ca. 9.000 Mitglieder der Gemeindekirchenräte bzw. Kirchenvorstände in mehr als 2.000 Gemeinden zu wählen. An diesem gemeinsamen Wahltermin beteiligen sich vier der fünf zur Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen gehörende Kirchen (Braunschweig, Hannover, Oldenburg sowie Schaumburg-Lippe).