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 Bild:lama-photography / photocase.com

Ein atemberaubender Auftrag

Nachricht 20. Februar 2012

Landesuperintendent Dr. Burghard Krause ruft zur Kirchenvorstandswahl am 18. März 2012 auf

Liebe Gemeindeglieder,

wenn am 18. März 2012 die neuen Kirchenvorstände gewählt werden, wird auch über die künftige Gestaltung und Entwicklung unserer Kirche mitentschieden. Denn ein Kirchenvorstand ist kein unbedeutendes Anhängsel ans Pfarramt.

Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher tragen zusammen mit dem Pfarramt Verantwortung für die organisatorische und geistliche Leitung ihrer Gemeinde. Sie dürfen dem Evangelium weiten Raum schaffen, damit Menschen von der Guten Nachricht erreicht und im Glauben beheimatet werden. Ein atemberaubender Auftrag. Und eine spannende Herausforderung. Für diese Aufgabe kandidieren Kirchenliebhaber, Menschen, die davon hingerissen sind, dass es die Gemeinde Jesu Christi gibt - einen Ort, der uns den Himmel offen hält. Es sind nicht unbedingt perfekte Leitungsstrategen und Alleskönner, aber Leute, die ihre Gemeinde lieb haben und darauf vertrauen, dass Gott noch einiges mit ihr vorhat.

Gemeinde leiten heißt zuallererst: Sich mit ganzem Herzen auf die Situation vor Ort einlassen. Auf die Menschen, so wie sie sind – und nicht so, wie wir sie gern hätten. Auf die fernen Kirchentreuen, die Kirche nur bei Gelegenheit wollen. Auf die Engagierten, die immer mehr und manchmal zu viel wollen. Auf die vielen bunten Vögel, die nicht unter einen Hut zu kriegen sind. Und auf Gott, der will, dass allen geholfen wird - und der längst da ist, bevor ein Kirchenvorstand seine Arbeit beginnt.

Träume sind eine Realität schaffende Macht

Es kandieren viele Frauen und Männer, die die Zukunftsperspektiven für ihre Gemeinde entwickeln und die Kirche nach vorn träumen. Mag die Realität manchen Traum zurechtstutzen – ohne eine Vision erliegen wir ihr. Der Traum darf nicht so groß sein, dass er die Realität abhängt. Aber auch nicht so klein, dass er sie nur bestätigt. Übrigens: Auch Träume sind eine Realität schaffende Macht. Kirchenvorstände, die eine Zukunftsperspektive haben, reagieren nicht nur auf die Tyrannei des Dringlichen. Sie pro-agieren, probieren etwas aus, setzen Prioritäten. Und sie hetzen ihre Gemeinden nicht von einem Event zum nächsten, weil sie wissen: Der Kräftehaushalt einer Gemeinde ist begrenzt. Und weil sie glauben: Gott segnet nicht nur unser Tun, sondern auch unser Lassen.

Weichen für die Zukunft der Gemeindearbeit stellen

Die Kandidatinnen und Kandidaten wollen ihre Lebens- und Glaubenserfahrung, ihre Kompetenzen und Fähigkeiten in die Mitgestaltung des Gemeindelebens einbringen. Sie wollen Verantwortung übernehmen und unsere Kirche kreativ mitgestalten.

Die Kirchenvorsteher und Kirchenvorsteherinnen, die am 18. März gewählt oder später berufen werden, sie werden mit anderen zusammen Weichen für die Zukunft der Gemeindearbeit stellen. Sie haben alle unsere Unterstützung für ihr Ehrenamt verdient.

Gehen Sie am 18. März zur Wahl! Als Wählerin und Wähler tragen Sie Mitverantwortung für die Zukunft Ihrer Gemeinde. Gott sagt uns zu, dass uns sein Geist leiten wird. Das ist die große Verheißung für alle, die sich der Aufgabe der Gemeindeleitung stellen.

Es grüßt Sie herzlich Ihr

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Ein Kirchenvorsteher berichtet

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Moritz Fischer-Kumbruch war bei der letzten Wahl 2006 der jüngste Kirchenvorsteher der hannoverschen Landeskirche. Er engagiert sich in seiner Gemeinde besonders für die Jugendarbeit.