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 Bild: Miss X / photocase.com

„Man sollte Tee und Kuchen mögen...“

Nachricht 14. Februar 2012

Ralf Elsner (33): Kirchenvorsteher und Stiftungsvorsitzender mit räumlichen Hindernissen

„Es macht Freude, wenn man sieht, wie sich Dinge entwickeln, an denen man mitwirken darf und von denen man ein Teil sein kann.“ So positiv denkt Ralf Elsner an seine Zeit als Kirchenvorsteher in der Liudgeri-Gemeinde Hesel zurück. Trotzdem hat er das Amt nach gut fünf Jahren vorzeitig niedergelegt. Das lag jedoch an der räumlichen Distanz, die sich aus beruflichen Gründen ergeben hatte.

Nach dem abgeschlossenem Bachelorstudium der Betriebswirtschaftslehre mit juristischem Schwerpunkt in Oldenburg studiert der junge Mann jetzt in einem Masterstudiengang Steuerwissenschaften in Osnabrück. Parallel zum Studium ist er oft nach Hesel gependelt, um seine Aufgaben im Kirchenvorstand (KV) wahrzunehmen zu können. Das wurde immer schwieriger. Treu geblieben ist er seiner Gemeinde dennoch: Aus der Arbeit im KV heraus wirkte Ralf Elsner an der Gründung der Heseler Liudgeri-Siftung mit und wurde deren Vorsitzender. Diese Arbeit will er fortsetzen. Für den Stiftungsabend am Sonntag, 12. Februar, war er  wieder in Hesel.

Mehr als Klingelbeutel-Laufen und Lesungen halten

Als sich Elsner dafür entschied, für den KV zu kandidieren, war er sehr gespannt auf das, was ihn erwarten würde. „Der Dienst im Kirchenvorstand ist weit mehr als Klingelbeutel-Laufen und Lesungen im Gottesdienst halten“, weiß er nun. Man könne einiges bewegen. Auf dem Weg zu Entscheidungen gebe es in den Sitzungen durchaus unterschiedliche Meinungen und entsprechende Diskussionen. „So zu Lösungen zu kommen, war eine gute Erfahrung“, sagt der 26-Jährige.

Auch die unterschiedlichen Altersgruppen im Gremium hätten die Beratungen spannend gemacht. Insgesamt sei das Miteinander im KV immer sehr herzlich gewesen, meint der jetzige Buten-Ostfriese. Nach wie vor liegt dem jungen Mann die Kinder- und Jugendarbeit am Herzen. „Ich bin davon überzeugt, dass diese eines der wichtigsten Felder kirchlicher Arbeit ist“, sagt er. Gern denkt er noch an die Mitwirkung bei Veränderungen an Gemeindehaus und Kirche, an Vortragsreihen und ganz besonders an das Turmfest im Jahr 2009. Wenn er sein Studium abgeschlossen hat, will er wieder im KV arbeiten – vielleicht sogar in Hesel, falls er denn wieder gewählt würde.

Ideen, Humor und Spaß am Gestalten

Was jemand für das Mitwirken im KV mitbringen sollte? „Einfach sich selbst, Ideen, Humor, Spaß am Gestalten und die Lust, sich auf etwas einzulassen“, erklärt Elsner. Sollte es doch einmal Enttäuschungen geben, würden diese von schönen Momenten und Erlebnissen aufgewogen. Nur eines sei wohl zwingende Voraussetzung, sagt der Student augenzwinkernd: „Man sollte Tee und Kuchen mögen – nicht nur bei den Sitzungen...“

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Ein Kirchenvorsteher berichtet

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Moritz Fischer-Kumbruch war bei der letzten Wahl 2006 der jüngste Kirchenvorsteher der hannoverschen Landeskirche. Er engagiert sich in seiner Gemeinde besonders für die Jugendarbeit.