Bild: Dominik Schwarz / photocase.com

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Unbequemen Ideen einen Platz verschaffen

Nachricht 13. Februar 2012

Bereits in Kolumbien kirchlich geprägt: Dr. Stella Nieto-Ernst

„Die Arbeit im Kirchenvorstand (KV) hat meine Verbindung zur Gemeinde noch gestärkt“, sagt Dr. Stella Nieto-Ernst nach fast sechs Jahren in diesem Gremium. Die 51-Jährige gehört der Evangelisch-lutherischen Friedenskirchengemeinde Leer-Loga an. Sie habe jetzt einen ganz anderen Blick dafür, was bei der Leitung einer Gemeinde zu bedenken sei. Die Aufgaben des Kirchenvorstandes seien weit vielfältiger als das oft angenommen werde.

Obwohl sie gern Kirchenvorsteherin war, will Stella Nieto-Ernst aus beruflichen Gründen jetzt nicht wieder für das Amt kandidie-ren. In anderen Bereichen möchte sie sich aber weiter in der Gemeinde engagieren. So wird sie auch künftig am Gemeinde-brief und am Internetauftritt mitarbeiten.Als sie 2006 angesprochen worden war, sich als Kandidatin für den KV aufstellen zu lassen, hat sie das ihrer Familie erzählt, zu der ihr Ehemann und vier Söhne gehören. Ihr Mann habe sie dann in ihrem Interesse an dieser Aufgabe bestärkt.

Geboren in Kolumbien, seit 1981 in Deutschland

Geboren wurde Stella Nieto-Ernst in Kolumbien. 1981 kam sie nach Deutschland. Ihre Großeltern hätten in der evangelischen Diaspora gelebt, erzählt sie. Vieles im Leben der Familie habe sich um die Kirche gedreht. Das habe sie geprägt. Von Beruf ist die Kirchenvorsteherin Diplom-Chemikerin. Sie gibt aber auch Spanisch-Unterricht.

Etwa einmal im Monat tagt der Kirchenvorstand. „Um 19.30 Uhr geht es jeweils los – und bei manchen Sitzungen wurde es sehr spät“, erinnert sich Nieto-Ernst. Die Friedenskirche gehöre zu den Gemeinden, in deren Trägerschaft sich ein Kindergarten und ein Friedhof befinden. Allein diese beiden Bereiche hätten für viel Beratungsstoff gesorgt. Als Mitglied des Friedhofs-Ausschusses kamen für die Logaerin weitere Sitzungen dazu, in denen Finanzierungsfragen eine große Rolle spielten.

Gern habe sie sich auch am Lesedienst in den Gottesdiensten beteiligt, blickt die Kirchenvorsteherin zurück. Je nach Sonntag des Kirchenjahres würden dabei bestimmte Textstellen aus der Bibel vorgetragen. Ganz besonders schätze sie die menschlichen Begegnungen, die das Amt mit sich gebracht habe, resümiert Stella Nieto-Ernst.

„Ich möchte gerade auch junge Menschen dazu ermuntern, im Kirchenvorstand mitzuwirken und Ideen – selbst wenn diese anderen Menschen unbequem erscheinen sollten – einzubringen“, sagt die 51-Jährige. Sie wünsche sich ein gutes Miteinander der unterschiedlichen Generationen, in der Gemeinde überhaupt und im Kirchenvorstand.

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Ein Kirchenvorsteher berichtet

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Moritz Fischer-Kumbruch war bei der letzten Wahl 2006 der jüngste Kirchenvorsteher der hannoverschen Landeskirche. Er engagiert sich in seiner Gemeinde besonders für die Jugendarbeit.