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 Bild: Revanche / photocase.com

Nach der Sitzung einmal durch den Stall

Nachricht 12. Februar 2012

Dirk Fokken Erchinger hat mehrere Pastorenwechsel und Vakanzen erlebt

„Für Dinge, die einem wichtig sind, findet man auch Zeit“, sagt Dirk Fokken Erchinger. Viel Zeit hat er in 36 Jahren seinem Amt als Kirchenvorsteher der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Logabirum gewidmet. Jetzt, im Alter von 76 Jahren, will er sich nicht noch einmal zur Wahl für den Kirchenvorstand (KV) stellen. „Aber ich werde mir erlauben, weiter mitzudenken und zu fragen“, blickt er voraus. In den sechs Wahlperioden hat sich manches verändert. So kann sich der Rentner noch an Zeiten erinnern, als Logabirum vom Nortmoorer Pastor mitbetreut wurde und die KV-Sitzungen bei Erchingers „in der guten Stube“ stattfanden. Anschließend machten die Mitglieder noch einen Gang durch den Stall des Landwirts: „Heute undenkbar“, sagt er. Aber der Grundsatz „verwalten und gestalten“ gelte nach wie vor. „Die schwersten Zeiten waren die Vakanzen“, also die Phasen, in denen die Pfarrstelle wegen Pastoren-Wechsels nicht besetzt war, erinnert sich der Logabirumer: Lange war er stellvertretender Vorsitzender des KV – und dann lastete besonders viel Verantwortung auf ihm. Sogar KV-Wahlen und deren Vorbereitung fielen in solch eine Zeit.

Manchmal war Überzeugungsarbeit notwendig

Die Verwaltung kirchlicher Ländereien und des Friedhofs gehörten zu den Aufgaben des KV. „Wir haben jeweils versucht, die Kosten für die Kirchengemeinde niedrig zu halten und vieles in Eigeninitiative erledigt“, sagt Erchinger. Es hätten sich immer genügend Helfer gefunden – ob es nun darum ging, die Friedhofswege eisfrei zu halten oder Pflasterarbeiten vorzunehmen. Ehefrau Adeline ließ sich gern mit einspannen, etwa wenn es galt, für einen besonderen Anlass Kuchen zu backen.

Der Kindergarten in Trägerschaft der Kirchengemeinde lag dem fünffachen Vater und Großvater von 16 Enkeln ebenfalls am Herzen. Nicht vergessen sind Auseinandersetzungen mit Kommunalpolitikern, als manche von denen den Kindergarten im Zuge der Sanierung und Erweiterung nicht mehr bei der Kirche, sondern an anderer Stelle sehen wollten. Über 14 Jahre ist das her. Mit Bauprojekten beschäftigte sich der KV oft: Nach der Einweihung des Kindergarten-Neubaus konnte auch das Gemeindehaus umgebaut werden. Und vor sieben Jahren ging es um die Neugestaltung des Dorfplatzes. „Bei manchen Vorhaben musste auch Überzeugungsarbeit gegenüber Verantwortlichen der Landeskirche in Hannover geleistet werden“, berichtet Dirk Fokken Erchinger.

Die Kirche im Dorf erhalten

Die Kirche im Dorf zu erhalten und den christlichen Glauben zu verkündigen – das sind grob zusammengefasst wichtige Anliegen des 76-Jährigen. Daran mitwirken zu dürfen war und ist ihm eine Freude. Erchinger hofft, dass auch in der neuen Wahlperiode engagierte Menschen für ein lebendiges Miteinander sorgen.

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Ein Kirchenvorsteher berichtet

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Moritz Fischer-Kumbruch war bei der letzten Wahl 2006 der jüngste Kirchenvorsteher der hannoverschen Landeskirche. Er engagiert sich in seiner Gemeinde besonders für die Jugendarbeit.