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Bild: jock+scott / photocase.com

Kirche kann ein Mittelpunkt sein

Nachricht 10. Februar 2012

Heike Abel (39): "Es ist erstaunlich, wieviel Entscheidungsbefugnis die Gemeinde hat."

Heike Abel aus Hitzacker ist neben ihrem Beruf seit einigen Jahren ehrenamtlich in der Kirche aktiv und kandidiert in diesem Jahr erstmals für den Kirchenvorstand der Hitzackeraner St.-Johannis-Gemeinde. Die 39-Jährige ist verheiratet und hat drei Kinder im Alter von sechs, zehn und 14 Jahren.

Ich kandidiere für den Kirchenvorstand ...

Ich kandidiere für den Kirchenvorstand, weil das für mich ein logischer Schritt ist: Ich arbeite schon seit neun Jahren im Kindergottesdienst mit, und das macht mir viel Spaß. Wir arbeiten in einem sehr lustigen und engagierten Team zusammen, das ab und zu auch Familiengottesdienste gestaltet. Mittlerweile habe ich viel mehr von einem Gottesdienst, wenn ich ihn mitmache anstatt nur auf der Bank zu sitzen – auch, wenn ich vorher aufgeregt bin. Es ist total spannend, man steckt im Thema drin, und dann kommt es ganz anders an, als wenn man „nur“ Zuhörer ist. 

Das ist ein weiterer Grund, warum ich kandidiere: Ich möchte dazu beitragen, dass Kirche lebendiger wird. Der Ruf des Alten, Staubigen muss nicht sein. Das hängt immer davon ab, wer sich da engagiert. Ich bin in der Kirche aktiv, weil ich mich als Christin, als gläubigen Menschen sehe, das ist meine Grundeinstellung im Leben. Und in der Kirche ist die Möglichkeit so breitgefächert, etwas zu tun, um Menschen zusammenzubringen. Das ist heutzutage ein Manko, und Kirche kann ein Mittelpunkt sein.

An der Arbeit im Kirchenvorstand reizt mich ...

An der Arbeit im Kirchenvorstand reizt mich, aktiv in der Gemeinde mitzuarbeiten, also mittendrin zu sein statt nur dabei. Im Kirchenvorstand gibt es viele Möglichkeiten, etwas in Gang zu bringen, es geht längst nicht nur um Finanzen. Ich war schon einmal bei so einem Schnupper-Kirchenvorstandstreffen, und da war es schon spannend, was da alles bearbeitet werden muss. Es ist erstaunlich, wie viel Entscheidungsbefugnis die Gemeinde hat.

Schwerpunkte setzten möchte ich ...

Schwerpunkte setzen möchte ich zum einen bei der Arbeit mit Kindern. Außerdem möchte ich als Kirchenvorsteherin die Kontakte zu den Gruppen der Kirchengemeinde halten. Dass man sie fragt: „Was für Probleme habt ihr? Was können wir als Kirchenvorstand tun?“ Das würde den Kreis gewissermaßen schließen, ein Bild ergeben. Denn es gibt ja ganz viele unterschiedliche Sachen, die in der Kirche gemacht werden. Ich finde es wichtig, dass sich auch jüngere Menschen trauen. Niemand sollte sich von seinem Alter, seiner Arbeit oder seiner Nationalität abschrecken lassen. So, dass alle Lebensbereiche abgedeckt werden. Darum auch der Kontakt zu den Gruppen.

Das Interview entstammt einer Serie zur Wahl am 18. März 2012 im Kirchenkreis Lüchow-Dannenberg. Abgedruckt wurde es in der Elbe-Jeetzel-Zeitung.

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