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Bild: sajola / photocase.com

Ruhe, Geborgenheit und Orientierung

Nachricht 09. Februar 2012

Interview mit Kaufmann Thomas Hensel aus dem Wendland

Thorsten Hensel ist Kaufmann und betreibt in Trebel und in Lüchow die „Wendlandmärkte“. Der 42-Jährige lebt in Trebel und lässt sich erstmals als Kandidat für den dortigen Kirchenvorstand aufstellen.

Ich kandidiere für den Kirchenvorstand, weil ...

Ich kandidiere für den Kirchenvorstand, weil mir wichtig ist, dass Kirche lebendig ist und ich das unterstützen will. Ich bin katholisch aufgewachsen und mit 28 Jahren aus der Kirche ausgetreten, unter anderem, weil die Positionen der katholischen Kirche so weltfremd sind. Als ich dann vor knapp fünf Jahren nach Trebel gezogen bin, ich mit meinem Freund, der evangelisch ist, fast jeden Sonntag in die Kirche gegangen und da habe ich gemerkt, dass mir das gut tut. Vorher hat mir etwas gefehlt. Es ist eine Stunde in der Woche, in der man zur Ruhe kommt und sich Gedanken machen kann. Ich habe schon viele Erlebnisse gehabt, in denen ich gespürt habe, es gibt einen Gott, dem man vertrauen kann. Dem man alles sagen kann, was man sonst niemandem sagen kann. Es tut mir gut, dass man Ruhe und zu sich selber finden kann. Im Gottesdienst kann man zu Gott beten und mit ihm reden. Nach einem Winter-Gottesdienst bin ich dann zu Pastor Beecken gegangen und habe ihm gesagt, dass ich gern in die Kirche eintreten möchte.

An der Arbeit im Kirchenvorstand reizt mich ...

An der Arbeit im Kirchenvorstand reizt mich dass ich mit anderen Menschen zusammen etwas für die Kirche und die Gemeinde bewegen will. Weil Kirche wichtig ist. Sie hält die Menschen zusammen und gibt ihnen Ruhe, Geborgenheit und Orientierung. Das ist gerade in einer Zeit wie der, in der wir leben, wichtig, eine Zeit, in der nichts mehr planbar ist. In der Kirche kann man seinen Lebensweg suchen.

Einen Schwerpunkt meiner Arbeits sehe ich darin, ...

Einen Schwerpunkt sehe ich darin, die Gottesdienste und übrigen Veranstaltungen in der Gemeinde so attraktiv zu gestalten, dass sich mehr Menschen aus allen Generationen angesprochen fühlen, Alte und Junge. In die Richtung geht ja schon der KU 4-Unterricht, bei dem die Kinder bereits in der vierten Klasse in Kooperation mit der Grundschule auf die Konfirmation vorbereitet werden

Das Interview entstammt einer Serie zur Wahl am 18. März 2012 im Kirchenkreis Lüchow-Dannenberg. Abgedruckt wurde es in der Elbe-Jeetzel-Zeitung.

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Ein Kirchenvorsteher berichtet

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Moritz Fischer-Kumbruch war bei der letzten Wahl 2006 der jüngste Kirchenvorsteher der hannoverschen Landeskirche. Er engagiert sich in seiner Gemeinde besonders für die Jugendarbeit.