Bild: blindguard / photocase.com

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Ein gutes Wort schon an der Kirchentür

Nachricht 03. Februar 2012

Rebecca Hamer-Meinen beschäftigt sich im Kirchenvorstand besonders mit der Kinder- und Jugendarbeit

Nordstemmen. Sich in der Kirche zu engagieren war für Rebecca Hamer-Meinen seit der Kindheit eine Selbstverständlichkeit. Als sie ihre berufliche Arbeit als Diakonin aus privaten Gründen aufgab, zögerte sie daher nicht, für den Kirchenvorstand zu kandidieren: „Ich wusste ja, was auf mich zukam, und habe gern Verantwortung übernommen.“ Drei Mal ist sie jetzt schon gewählt worden und möchte auch zur nächsten Wahl im März wieder antreten.

An der Kirchenvorstandsarbeit in der Gemeinde St. Johannis in Nordstemmen gefällt ihr besonders, dass jedes Mitglied sich nach Interessen und Begabung ein bestimmtes Gebiet aussuchen könne: Für den einen sei das die Musik, für den anderen Finanzen oder die Friedhofsverwaltung. Rebecca Hamer-Meinen hingegen liegt die Kinder- und Jugendarbeit am Herzen, sie kann Ehrenamt und Berufstätigkeit darin verbinden. Sie unterrichtet an der Grundschule Religion und schult für die Gemeinde Eltern für die Mithilfe beim Konfirmandenunterricht. Die Nordstemmer Kinder beginnen den Konfirmandenunterricht bereits in der vierten Klasse und setzen ihn dann im Alter von 13 Jahren fort.

Im Kirchenvorstand passiert viel Inhaltliches

Die Taufe eines Neugeborenen sei längst nicht mehr für jede Familie selbstverständlich, die Menschen müssten für die Kirche neu gewonnen werden, sagt Rebecca Hamer-Meinen. Durch den Konfirmandenunterricht könne das gelingen: Manches Kind, das anfangs nur aus Neugier zusammen mit einem Freund gekommen sei, habe sich später taufen lassen – und manchmal auch noch dessen Mutter, freut sich Rebecca Hamer-Meinen.

Um die Menschen durch den Gottesdienst und das Gemeindeleben wirklich anzusprechen, sei es wichtig, immer wieder neu darüber nachzudenken: „Da passiert im Kirchenvorstand viel Inhaltliches.“ Es gebe jedes Jahr eine Klausurtagung beispielsweise über die Gestaltung der Abendmahlsfeier oder um ein Leitbild für die Gemeinde zu erstellen. Formale und organisatorische Fragen würden in den Ausschüssen gut vorbereitet, damit sie bei den monatlichen Treffen nicht zu viel Zeit in Anspruch nähmen.
 

Kirchenvorsteher begrüßen Gottesdienstbesucher persönlich

Ihre Mitarbeit im Kirchenkreistag und Kirchenkreisvorstand erlebt Rebecca Hamer-Meinen dagegen anders: Die finanziellen Zwänge der Kirche haben umfangreiche Umstrukturierungen und zahlreiche Gemeindefusionen notwendig gemacht. Dahinter seien inhaltliche Fragen meist zurückgetreten, bedauert sie. Die Gründe für diese Fusionen seien ihr klar – dennoch fürchtet sie, dass die Identifikation mit der Gemeinde dadurch vielerorts verloren gehen könnte.

In der St.-Johannis-Gemeinde dagegen gebe es ein ausgesprochenes Gemeinschaftsgefühl. Die Kirchenvorsteher begrüßten die Gottesdienstbesucher persönlich an der Kirchentür und könnten sich andererseits auf einen großen Kreis von rund 140 Ehrenamtlichen verlassen, die bei besonderen Anlässen in der Gemeinde helfen.

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Ein Kirchenvorsteher berichtet

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