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Bild: Melange / photocase.com

Auf Dauer sind acht Grad sind zuviel!

Nachricht 31. Januar 2012

Dr. Elke Brüsch setzt ihren Sinn fürs Praktische im Kirchenvorstand ein

Bad Salzdetfurth. Mit der Kirche hatte Dr. Elke Brüsch früher gar nicht viel im Sinn, ging selten zum Gottesdienst. Aber als ihre Kinder den Konfirmandenunterricht besuchten, da war sie von der guten Jugendarbeit in der Bad Salzdetfurther Gemeinde St. Georg und von Diakonin Ilona Wewers beeindruckt. Ihr wollte sie gern helfen, packte also beim Transport der Bücher für den Flohmarkt mit an, gestaltete die Seiten des Gemeindebriefes.

Es war ihr Sinn fürs Praktische, der sie in den Kirchenvorstand brachte. Und der dort sechs Jahre lang immer wieder gefordert wurde. Sichtbar für die Gemeinde sei der Einsatz der Kirchenvorstandsmitglieder oft nur beim Einsammeln der Kollekte, weiß Elke Brüsch. Dabei seien die Aufgaben ungeheuer vielseitig und abwechslungsreich. Jeder könne dort seine Begabungen einbringen, der Umgang mit anderen Menschen mache die Tätigkeit zusätzlich interessant und der Zeitaufwand lasse sich nach den Möglichkeiten des Einzelnen auch dosieren. Sie selbst habe ihren Beruf als Tierärztin einst den Kindern zuliebe aufgegeben – als die größer wurden und sie nicht mehr so sehr brauchten, sei die Anfrage, im Kirchenvorstand mitzumachen, genau im richtigen Moment gekommen.

Wann muss welche Glocke geläutet werden?

Eine besondere Herausforderung für Elke Brüsch ist die Mitarbeit beim Umwelt-Projekt „Der grüne Hahn“. Die Gruppe forscht nach Möglichkeiten, Energie- und Rohstoffverbrauch der Kirche zu senken. Dabei habe sich schon herausgestellt, dass das alte Heizsystem ganz unnötigerweise die Kirche ständig auf acht Grad heize und dabei durch die Warmluft auch noch dem Holz schade – Mängel, die es abzustellen gelte.

In die Thematik mussten sich Elke Brüsch und ihre Mitstreiter natürlich erst einarbeiten. Auch sonst habe sie in ihrer ersten Amtsperiode im Kirchenvorstand viel gelernt, sagt Elke Brüsch. Zum Beispiel den genauen Ablauf der Liturgie und wann welche Glocke geläutet werden muss. Diese Glocken waren schon zu Beginn ihrer Amtszeit Thema in der Gemeinde, denn sie mussten 2007 für ein halbes Jahr zur Renovierung fort, und für ihre Heimkehr wurde ein festlicher Umzug organisiert.

Karteikarten für tausend Grabstellen

Auch die Überarbeitung der Friedhofsordnung stand auf dem Arbeitsplan des Kirchenvorstandes. Die einstige Pfarrsekretärin habe die Verwaltung der mehr als tausend Grabstellen mit Hilfe von Karteikarten im Griff gehabt; dieses System nach ihrem Ausscheiden zu übernehmen sei nicht leicht gewesen.

Doch in Zukunft werde die Arbeit durch ein Computersystem einfacher, sagt Elke Brüsch. In der nächsten Wahlperiode sollen die Kirchenvorstände von St. Georg und Martin-Luther zusammenwachsen. Dr. Elke Brüsch möchte dabei sein und hofft, dass sich zu den erfahrenen Mitstreitern auch neue Kandidaten finden lassen – vielleicht ein paar Handwerker?

Text und Foto: Kultur & Kommunikation, www.kultundkom.de

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Im August 2011 fiel der Startschuss für die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers. Im Laufe eines Jahres wird unter der Beteiligung der Kirchenkreise und der Gemeinden eine Klimaschutzstrategie für die Landeskirche entwickelt; die Federführung liegt beim Landeskirchenamt Hannover.