teaser_seiten

Eröffnung der 54. Aktion

Nachricht 01. Dezember 2012

Menschen brauchen "Land zum Leben - Grund zur Hoffnung"

Aufruf zur 54. Aktion

„Jeder 7. Mensch auf der Welt hungert. Fünf von ihnen leben auf dem Land – dort, wo Nahrung produziert wird. Ihr Hunger wäre vermeidbar, hätten sie die Chance auf genug fruchtbares Land für ihren Lebensunterhalt.

Viele Familien im Süden ernähren sich von dem, was auf ihrem Grund und Boden wächst. Genug fruchtbares Land zu besitzen, ist „Grund zur Hoffnung“! Wer dies hat, braucht keine Hilfe von anderen. Er kann sogar andere mit ernähren. Bauernfamilien in den Entwicklungsländern brauchen „Land zum Leben“. Aber vielerorts besitzen sie keinen offiziellen Nachweis, dass ihnen das Stück Land gehört, das ihre Familien seit Generationen beackern. Ihr Land ist leichte Beute für Großgrundbesitzer oder globale Konzerne, die sich im Moment weltweit im großen Stil fremdes Land aneignen. Sie können den Bauern mühelos den Boden unter den Füßen wegkaufen. Oder sie mit Gewalt vertreiben, wenn es auf ihrem Land ‚etwas zu holen‘ gibt: Erdbeeren für unsere trüben Wintertage, Futtermittel für Europas Vieh, Energiepflanzen oder Bodenschätze. Doch davon haben die Kleinbauern nichts. Und keiner in ihrer armen Region wird davon ernährt.

Fast alles geht in den Export, macht andere satt, dient anderen Zwecken. Wir machen uns stark für eine internationale Regulierung des Umgangs mit der Ressource Land. Dem Landraub muss ein Ende gesetzt werden, damit nicht noch mehr Menschen auf dem Land hungern müssen! „Brot für die Welt“ engagiert sich mit Projekten und Lobbyarbeit für Kleinbauern und Landlose: Land muss den Familien sicher sein. Land muss nachhaltig genutzt werden. Land muss zu allererst die satt machen, die darauf leben und arbeiten. Dann kann der Hunger überwunden werden!

Keine Lage ist so hoffnungslos, dass sie durch das Kommen Gottes nicht gewendet werden kann! Vertrauen wir darauf und teilen unsere Hoffnung mit den Kleinbauernfamilien weltweit. Wo viele aus der Hoffnung handeln, die der Advent uns schenkt, kann Leben gedeihen.“

Für Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst
Präsidentin Cornelia Füllkrug-Weitzel
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung

Das Thema Landraub bildet auch in diesem Jahr einen Schwerpunkt der 54. Aktion von Brot für die Welt. Sie startet wie üblich am 1. Advent. Der feierliche Eröffnungsgottesdienst am 2. Dezember findet dieses Mal in der Stuttgarter Stiftskirche statt und wird ab 10 Uhr live in der ARD übertragen. Im Fokus der neuen Aktion steht ein Projekt zur Unterstützung von Kleinbauern in den Bergen Guatemalas, deren Existenz durch die massive Abholzung der dortigen Nebelwälder bedroht ist.

Mit dem Aktionsmotto „Land zum Leben – Grund zur Hoffnung“ erinnert Brot für die Welt daran, dass Gott uns Land zum Leben schenkte, um einen festen Grund für ein hoffnungsfrohes Dasein zu haben. Doch gerade in den Ländern des Südens werden heutzutage viele Menschen durch Spekulanten und Investoren von ihrem angestammten Land vertrieben und verlieren somit ihre Lebensgrundlage. Denn schon der Zugang zu einer kleinen Ackerfläche kann die Ernährung einer kleinbäuerlichen Familie sichern.

Interessenkonflikt in Guatemala

Brot für die Welt unterstützt Organisationen, die Menschen helfen, ihr Land gegen die Interessen mächtiger Konzerne oder Regierungsstellen zu verteidigen. So auch in Guatemala. Das südamerikanische Land, das dieses Jahr im Fokus der neuen Spendenaktion steht, wird im Grunde von wenigen Familien beherrscht, die sich die eigenen Taschen füllen. Die Staatskassen bekommen bei der Vergabe von Förder-, Abholzungs- und sonstigen Nutzungsrechten nur wenig ab. Korruption ist weit verbreitet.

Hilfe für die Bewohner der Nebelwälder

Dazu kommt die ungeklärte Landrechtssituation: Es fehlt am politischen Willen, Kleinbauern und –bäuerinnen einen sicheren Zugang zu Land zu garantieren. Besonders dramatisch ist die Situation in den Nebelwäldern der Granadillas-Berge. Aufgrund ihrer Wasserreserven sind sie für die Menschen im trockenen Osten Guatemalas lebenswichtig. Doch massive Abholzungen bedrohen ihre Existenz. Zusammen mit den Kleinbauernfamilien setzt sich die Lutherische Kirche, Partner von Brot für die Welt, für ihren Erhalt ein.

Anregungen für Gemeinden

Um Kirchen die Möglichkeit zu geben, sich schon vor dem Aktionsstart näher mit dem Thema Landraub in Gottesdiensten und in der Gemeindearbeit zu beschäftigen, stellt Brot für die Welt eine Reihe neuer Materialien bereit. 

Materialien von Brot für die Welt

Land zum Leben

projekt_foto

Spendenkonto

Brot für die Welt
Konto 500 500 500
BLZ 1006 1006
KD Bank

Die kommenden Themen

  • 3.12. | Zum Beispiel: Guatemala - Mit dem Mut der Verzweiflung
  • 4.12. | Zum Beispiel: Kenia – Der Dürre trotzen
  • 5.12. | Zum Beispiel: Bangladesh – Gebt uns unser Land!  
  • 6.12. | Verschwenden beenden!
  • 7.12. | Die „Verschwenden Beenden“-Installation  
  • 8.12. | Vom Wort zur Tat- Eigene Aktionsmöglichkeiten