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 Bild: Diakonie Katastrophenhilfe

Flutkatastrophe in Mitteleuropa

Nachricht 18. Juni 2013

Was tut die Diakonie Katastrophenhilfe in Deutschland und Tschechien?

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Bild: Diakonie Katastrophenhilfe

Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet zusammen mit den Diakonischen Werken vor Ort, um Nothilfe und Wiederaufbau für die Flutkatastrophe in Mitteldeutschland zu leisten. Nach der Elbeflut 2002 hat die Diakonie Katastrophenhilfe das größte Hilfsprogramm in ihrer Geschichte umgesetzt. Was passiert in diesem Jahr in den betroffenen Regionen?

Zunächst wurden Notunterkünfte und seelsorgerische Beratung eingerichtet. Mehrere diakonische Einrichtungen wie ein Altenpflegeheim und eine Kindertagesstätte sind vom Hochwasser beispielsweise in Sachsen betroffen. Die Mitarbeitenden haben gemeinsam mit freiwilligen Helfern die Personen gesichert und versucht, das Wasser von den Gebäuden zu halten. In Thüringen stellen die Kirchengemeinden Notunterkünfte zur Verfügung, viele engagieren sich als Helferinnen und Helfer. Auch in Bayern ist die Nothilfe aktiv, besonders in Passau und Deggendorf. Viele diakonische Einrichtungen sind wie Wohnhäuser, Firmen und ganze Städte und Dörfer vom Hochwasser betroffen.

Auch in Tschechien hat das Hochwasser starke Spuren hinterlassen. Die Diakonie Tschechien unterstützt mit Freiwilligen vor Ort die oft dramatischen Evakuierungen an Moldau und Elbe. Acht Menschen starben.

Die Hilfsbereitschaft vieler Menschen ist groß – vielen Dank dafür. Die diakonischen Landesverbände bitten sie, Sachspenden an Kleiderkammern und Sozialkaufhäuser vor Ort abzugeben. Sie haben einen besseren Einblick in den Bedarf der Flutopfer, genau wie auch die Gemeindevertretungen. Auch wenn die Pegel sinken, steht das Wasser in vielen Häusern noch. Hausrat wie Schränke können hier auf den feuchten Böden im Moment nicht abgestellt werden, auch wenn die alten zerstört wurden.

Fürbittengebet im Angesicht der Hochwasserkatastrophe

Gott ist unsere Zuflucht und unsere Hoffnung. Im Vertrauen auf Gottes Weisheit beten wir:

Für die Menschen im Osten und Süden Deutschlands, in Südosteuropa, für alle, die vom Hochwasser nach dem tagelangen Regen und der Flut, die kommt, bedroht sind. Wir bitten Gott um rasche Hilfe, um Linderung ihrer Not, um die Kraft, sich gegenseitig aufzurichten und einander beizustehen.

Herr, gütiger Gott, wir bitten dich, erhöre uns.

Für alle Helferinnen und Helfer, die sich für die vom Hochwasser Bedrohten einsetzen: um unermüdliche Tatkraft und Geduld, um ein einvernehmliches Miteinander, um die Erfahrung der Solidarität.

Gott, Ängste und Hilflosigkeit sind aufgehoben in Dir. Gib allen die Weisheit der richtigen Entscheidungen, damit Leben geschützt und erhalten wird. Gütiger Gott, höre unser Gebet in der Not unserer Tage. Hilf uns, im Vertrauen auf Dich unermüdlich das Gute zu suchen und zu tun. Dir sei Lob und Dank, überall und allezeit und in Ewigkeit. Amen.

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Fluthilfe 2013 - Kollektenaufruf

Wir bitten Sie für die vom Hochwasser betroffenen um Ihre Gebete und um Ihre Kollekte.

Wir rufen konkret zu Spenden für die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe auf.

Während in einigen Teilen Deutschlands die Pegelstände wieder sinken, steht anderen Gebieten das Schlimmste noch bevor. Nach Einschätzungen übersteigt die Höhe des Hochwassers noch die Pegel von 2002. Viele Menschen verlieren Hab und Gut.

Die Diakonie Katastrophenhilfe engagiert sich in den betroffenen Gebieten in Zusammenarbeit mit den diakonischen Werken vor Ort und unterstützt die Menschen, die ihre Häuser verlassen müssen. Bei Bedarf werden Notunterkünfte eingerichtet. Die diakonischen Einrichtungen bieten Beratung für Geschädigte an und unterstützen die Menschen durch psychosoziale Betreuung. Nach Abklingen des Hochwassers wird die Diakonie Katastrophenhilfe Bedürftigen durch finanzielle Unterstützung bei den Aufräumarbeiten und der Wiederbeschaffung helfen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist die bewährte Hilfsorganisation der evangelischen Kirchen, wenn schnelle Hilfe nötig ist. Mit viel Erfahrung und einem großen Netzwerk kann sofortige Hilfe organisiert werden. Wir bitten Sie um Ihre großzügige Unterstützung.