Landesbischof Meister erschüttert über Anschlagspläne auf Synagoge in Hagen

Pressemitteilung Hannover, 16. September 2021
Landesbischof - im Wortlaut
Bild: Jens Schulze

Landesbischof Ralf Meister äußert sich zu den Festnahmen rund um den vereitelten Anschlag auf eine Synagoge in Hagen:

„Der offenbar gerade noch rechtzeitig verhinderte Anschlag auf die Synagoge in Hagen hinterlässt mich tief erschüttert – und, ja auch wütend. Angriffe auf Leib und Leben anderer sind immer verwerflich. Aber zwei Jahre nach dem versuchten Attentat auf die Synagoge in Halle mit zwei Todesopfern erfährt auch in Hagen nun eine jüdische Gemeinde an ihrem höchsten Feiertag eine solch schreckliche Bedrohung. Mein Mitgefühl und meine Gebete gehören den jüdischen Gemeinden.
 
Wir können uns glücklich schätzen, dass die Ermittlungsbehörden den mutmaßlichen Tätern rechtzeitig auf die Spur kommen konnten. Beruhigen kann uns dies allerdings nicht. Antisemitismus ist eine Gefahr für uns alle, der jede und jeder von uns sich täglich entgegenstellen muss. Die Gemeinde in Hagen musste angesichts der Bedrohung ihre geplante Veranstaltung zu Jom Kippur absagen. Deshalb wünsche ich Ihnen umso mehr von Herzen ein gesegnetes Versöhnungsfest: "Chatima Towa" - Mögen alle ins Buch des Lebens eingetragen werden!“

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Hannover, den 16. September 2021

Rebekka Neander
Stellv. Pressesprecherin
der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers

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