Tag des Ehrenamts

Pressemitteilung 03. Dezember 2020

Kaffee, Brot und Wäscheleine – was haben diese Dinge mit dem 5. Dezember 2020 zu tun? In diesem Jahr ungeheuer viel. Denn in diesem Jahr ist alles anders. Auch am Tag des Ehrenamts, den die Vereinten Nationen 1986 jährlich für den 5. Dezember ausgerufen hat.
 
Die außerordentliche Bedeutung des Ehrenamtes für die Gesellschaft in Zeiten der Pandemie will auch Landesbischof Ralf Meister deshalb besonders würdigen: „Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers dankt allen ehrenamtlich Mitwirkenden in ihren Gemeinden und Einrichtungen. Ihr großer und unermüdliche Einsatz dient unserem gesellschaftlichen Zusammenhalt und ist ein Dienst für das Gemeinwohl. In diesen für uns alle herausfordernden Zeiten helfen sie dabei, dass viele Menschen den sozialen Anschluss nicht verlieren.“  
 
Die Corona-Pandemie hat unsere Gesellschaft 2020 nicht nur kräftig durchgerüttelt, sie hätte auch ohne die vielen ehrenamtlich engagierten Menschen noch viel tiefere und schmerzhaftere Kerben geschlagen. Von Einkaufshilfen für weniger mobile Menschen bis zum Gottesdienst to go von der Wäscheleine – gerade im gemeindlichen Leben sind die Menschen zwischen Kirche und Gemeindehaus zusammengerückt. Sie haben gemeinsam beraten und mit ungeheurer Phantasie für ihre Mitmenschen Aktionen auf die Beine gestellt. Digital und analog und dies in einem Tempo, an das zuvor kaum jemand hätte glauben wollen.
 
Viele Ehrenamtliche in den Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen signalisierten von Anfang an, weiterhin aktiv bleiben zu wollen. Ihnen an die Seite stellt die Landeskirche seither eine Reihe von stetig aktualisierten Handlungsempfehlungen, um sie und ihr Wirken vor der Infektion zu schützen. Hinzu kamen Fortbildungen auch zum Einsatz digitaler Medien.
 
Das Engagement der Ehrenamtlichen stieß in diesem besonderen Jahr auf große Gegenliebe in jeder Hinsicht. Nicht nur fanden Besuchsdienste oder auch außergewöhnliche Gottesdienstformate große Nachfrage. Auch die Spendenbereitschaft beispielsweise bei den Kleiderkammern stieg immens. Die leitenden Gremien, überwiegend ehrenamtlich besetzt, mussten dafür sorgen, virtuelle Formen der Gemeinde- und Kirchenkreisleitung zu ermöglichen.
 
Die Bahnhofsmission entwickelte Lunchpakete und organisierte eine kontaktarme Mitnahmemöglichkeit. Initiativen der Flüchtlingshilfe wechselten vom Kochtreff zum Teilen von Rezepten und Bildern per Internet. Familienprojekte tauschten die Gemeinderäume mit Parks und Spielplätzen, soweit nutzbar. Viele der Aktionen liefen generationenübergreifend und hatten damit noch einmal ganz unmittelbar einen stärkenden Effekt für die Gemeinschaft.

Hannover, den 03. Dezember 2020

Rebekka Neander
Stellvertr. Pressesprecherin der
Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers

Rote Reihe 6
30169 Hannover

Festnetz: 0511 -1241 399
Mobil: 0172 - 7085371
E-Mail: Rebekka.Neander@evlka.de

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