Tschernobyl-Kinder landen in Hannover

Pressemitteilung 30. Mai 2019

+++ Pressemitteilung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, 30. Mai 2019 +++

Tschernobyl Kinder_Ankunft Flughafen_2015
Schon in den vergangenen Jahren hat die Aktion „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ die Kinder aus der vom Reaktorunglück von Tschernobyl besonders betroffenen Region zu Ferien in Niedersachsen eingeladen. Foto: Stefan Heinze (epd-Bild)

Das erste Flugzeug der diesjährigen Ferienaktion für Tschernobyl-Kinder landet am Donnerstag, den 6. Juni 2019, am Hannover-Airport.

Wir laden zu einem Presse- und Fototermin am Donnerstag, 6. Juni, um 8.30 Uhr auf dem Rollfeld des Hannover Airport ein. Die Anmeldung beim Hannover Airport ist Voraussetzung für die Teilnahme.

+++ Treffpunkt ist um 8.30 Uhr an der Hauptvorfeldzufahrt (vor der Ausweisstelle). Wir bitten Sie, sich wegen der erforderlichen Sicherheitsüberprüfung umgehend, spätestens bis zum 5. Juni 2019, 9.00 Uhr, bei der Pressestelle des Hannover Airport anzumelden (Fax 0511/ 977-1855, E-Mail: presse@hannover-airport.de); bitte Vornamen, Namen, Redaktion, Reisepass- oder Personalausweisnummer angeben).

Später eingehende Anmeldungen können leider nicht berücksichtigt werden und unangemeldete Medienvertreterinnen und -vertreter nicht an der Begrüßung der Kinder im Sicherheitsbereich des Flughafens teilnehmen. Bitte beachten Sie, dass ein Zugang nur mit einem gültigen Reisepass oder Personalausweis erfolgen kann. +++

Ein Vertreter der Botschaft der Republik Belarus (Weißrussland) und Elisabeth Gülich, Vorsitzende der landeskirchlichen Arbeitsgemeinschaft „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“ begrüßen die Gäste am Rollfeld.

Die weißrussischen Kinder werden von ihren Gastfamilien erwartet und sollen sich vier Wochen lang von den gesundheitlichen Belastungen durch die Tschernobyl-Katastrophe erholen. Der Aufenthalt in Niedersachsen in gesunder Umwelt und bei guter Ernährung kann die radioaktive Belastung der Kinder bis um die Hälfte reduzieren.

Die Kinder kommen aus dem Gebiet Gomel im Süden Weißrusslands und unmittelbar angrenzend an den Unglücksreaktor von 1986. Die Menschen dort leiden weiter unter den gesundheitlichen Folgen der Reaktorkatastrophe. Vor allem über die Nahrungskette gelangen die z.T. langlebigen radioaktiven Substanzen in den menschlichen Körper, und auch die anhaltende Niedrigstrahlung schädigt das Erbgut. Beides kann zu Krebserkrankungen führen.

Mit dem ersten Flugzeug der diesjährigen Aktion werden 94 Kinder, 17 Mütter und Kleinkinder und 8 Dolmetscherinnen sowie eine Ärztin, die in Diepholz hospitieren wird, erwartet. Sie reisen per Bus in die gastgebenden Kirchenkreise Burgdorf (Lehrte), Grafschaft Diepholz, Melle und Neustadt-Wunstorf weiter. Seit 1991 sind allein durch diese Hilfsaktion, die zum 29. Mal stattfindet, über 28.000 Menschen aus dem 1986 durch die Tschernobyl-Katastrophe besonders von der radioaktiven Verstrahlung betroffenen Gebiet Gomel zur Erholung nach Niedersachsen gereist.

Insgesamt werden auf Einladung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers etwa 450 weißrussische Gäste im Zeitraum vom 6. Juni bis zum 1. August 2019 nach Niedersachsen kommen. 17 Kirchenkreise beteiligen sich an der diesjährigen Aktion der Landeskirche.

Weitere Informationen: tschernobyl-hilfe.org

Ansprechpartner:
Lars-Torsten Nolte,
Arbeitsgemeinschaft „Hilfe für Tschernobyl-Kinder“
Tel. 0511 / 1241-975
Mail: nolte@kirchliche-dienste.de

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Pastor Dr. Johannes Neukirch
Pressesprecher der Landeskirche
Landeskirchenamt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Rote Reihe 6, 30169 Hannover
Tel.: 0511 / 1241-799
Mobil: 0172 / 4159584
E-Mail: Johannes.Neukirch@evlka.de
www.Landeskirche-Hannover.de