„Die Mitarbeiterverbände müssen sich bewegen“

Pressemitteilung 19. Oktober 2007

Die kirchlichen Arbeitgeber haben das Sondierungsgespräch mit den Verbänden, die die privatrechtlich beschäftigten kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vertreten, abgebrochen. Das Gespräch führte ein Ausschuss der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission (ADK), der mit Vertretern der Arbeitgeber und der Mitarbeitenden besetzt ist. Die Verbände haben in diesem Gespräch, das am 18. Oktober stattgefunden hat, „kein Entgegenkommen gezeigt“, sagte Oberkirchenrätin Andrea Radtke.

Radtke weiter: „Wir waren bereit, auf der Grundlage des Tarifvertrages für den Öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) zu verhandeln und unseren ursprünglichen Antrag eines kircheneigenen Tarifwerks zurück zu stellen. Die kirchlichen Arbeitgeber sehen die Verantwortung für eine sozial angemessene Vergütung der Arbeit ihrer Beschäftigten. Gleichzeitig sind wir den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen verpflichtet, die die Sparpläne der Synode umsetzen müssen. Nur wenn wir die Personalkosten etwas senken, erhalten wir Arbeitsplätze.“

„Wir sind bereit, am 1. November an den Verhandlungstisch zurück zu kehren, und wir erwarten, dass die Mitarbeiterverbände sich auf uns zubewegen“, so Radtke.

Info zur ADK

In der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission werden die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg festgelegt. Die Kommission besteht zur Hälfte aus Vertretern der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und zur Hälfte aus Vertretern der kirchlichen Arbeitgeber.

Hannover, 19. Oktober 2007
Pressestelle der Konföderation