Landeskirchenamtspräsidentin Springer erneut im Rat der EKD

Nachricht 09. November 2021

Bremen/Hannover. Die hannoversche Kirchenamtspräsidentin Stephanie Springer ist erneut in den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden. Bei der digital von Bremen aus tagenden EKD-Synode erhielt die Juristin am Dienstag die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit der Delegierten. Im fünften Wahlgang wurden auch der Pfarrer Michael Diener aus Germersheim in Rheinland-Pfalz, die digital-affine Pastorin Josephine Teske aus Büdelsdorf in Schleswig-Holstein und der sächsische Bischof Tobias Bilz aus Dresden gewählt.

Springer und Diener gehörten dem kirchlichen Leitungsgremium bereits in der zurückliegenden Ratsperiode an. Bilz und Teske ziehen neu in den Rat ein. Der Rat der EKD hat 15 Mitglieder. Kraft ihres Amtes gehört die Präses der EKD-Synode, Anna-Nicole Heinrich, dem Gremium an, das die Vielfalt der Protestanten in Deutschland repräsentieren soll, über aktuelle Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft berät und sich öffentlich zu Wort meldet.

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister beglückwünschte Springer zu ihrer erneuten Wahl. „Mit ihrer herausragenden juristischen Expertise und ihrer großen Erfahrung in der Gestaltung von Veränderungsprozessen wird sie eine wichtige Stimme in der Arbeit des Rates sein.“ Meister war am Wochenende bei den digitalen Synodentagungen in Bremen für weitere drei Jahre als Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) im Amt bestätigt worden.

Springer leitet seit 2013 das evangelisch-lutherische Landeskirchenamt in Hannover. Sie ist verheiratet und gehört seit 2015 zum Rat der EKD. Die Juristin machte zunächst Karriere in der niedersächsischen Landesverwaltung und war Richterin, bevor sie nach ehrenamtlichem Engagement in der Kirche an die Verwaltungsspitze der hannoverschen Landeskirche wechselte.

Im ersten Wahlgang war die westfälische Präses Annette Kurschus, im zweiten die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs in den Rat gewählt worden. Beide gehörten dem Gremium bereits zuvor an. In weiteren Wahlgängen erhielten zudem der Pharma-Manager Andreas Barner und die SPD-Politikerin Kerstin Griese genügend Stimmen.

Zur Wahl stehen auch zwei weitere Kandidierende aus Niedersachsen: die Oldenburger Rechtsanwältin und Synoden-Präsidentin Sabine Blütchen und die Göttinger Theologiestudentin Julia Schönbeck- sie ist die jüngste Bewerberin für das Gremium.

Es sind mehrere Wahlgänge nötig, bis alle Plätze im Rat besetzt sind. Insgesamt 22 Kandidatinnen und Kandidaten bewarben sich ursprünglich um einen Sitz. Einer zog inzwischen seine Kandidatur zurück. Wahlberechtigt sind die 128 Mitglieder der EKD-Synode und die Vertreter der 20 Landeskirchen in der Kirchenkonferenz.

Am Mittwoch soll auf der EKD-Synode über den Ratsvorsitz entschieden werden. Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm steht nicht mehr für das Amt zur Verfügung.

epd Landesdienst Niedersachsen-Bremen