Aufführung des Musicals "Albert & Victoria - Die Liebe des 19. Jahrhunderts" in der Buchholzer EMPORE

Nachricht 04. November 2019

Buchholz. Das Publikum war begeistert, schwang Fähnchen und sang bei der Hochzeit von Albert und Victoria „God save the Queen“: Etwa 500 Zuschauer bejubelten das Musical „Albert & Victoria – Die Liebe des 19. Jahrhunderts“ der Buchholzer Regisseurin Ulrike Barz-Murauer am Sonnabend in der Buchholzer EMPORE. Etwa 70 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Buchholz und Umgebung im Alter von acht bis 85 Jahren brachten die Liebesgeschichte der englischen Königin Victoria und ihrem deutschen Ehemann Albert von Sachsen-Coburg auf die Bühne. Fast ein Jahr lang hatten sie geübt, Texte und Choreographien einstudiert und sich mit der Geschichte des Liebespaares befasst. Die gute Nachricht vorweg: Am Sonnabend, 20. Juni 2020, wird es aufgrund der großen Nachfrage eine zweite Vorstellung in der Buchholzer EMPORE geben, Karten sind ab sofort an den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

29 Vorstellungen des Musicals hat Ulrike Barz-Murauer bereits im historischen Riesensaal von Schloss Ehrenburg in Coburg seit 2016 geleitet, der Heimat des deutschen Prinzen Albert. In Buchholz wurde ihr Musical jetzt zum 30. Mal aufgeführt. Ulrike Barz-Murauer komponierte nahezu sämtliche Lieder, schrieb die Texte und führte Regie. Das Musical riss das Publikum mit packenden Dialogen, gefühlvollen Balladen, witzigen Pointen und Massenszenen mit. So, als alle Darsteller singen „Er ist zu deutsch“ und dabei rhythmisch klatschen und mit den Füßen stampfen. Das Lied handelt davon, dass die Engländer den schüchternen deutschen Prinzen zunächst ablehnten. Dann wieder stehen Gefühle der jungen Königin im Vordergrund, etwa wenn sie singt „Endlich allein“ und sich ihrer künftigen Rolle als Königin bewusst wird. Für ihr Musical hatte Ulrike Barz-Murauer drei Jahre die Geschichte des Paares anhand von originalen Tagebuch-Einträgen und Briefen in Coburg recherchiert.

Die Hauptdarsteller Marie-Sophie Weidinger (25) als Victoria und Johannes Frommhold als Albert überzeugten. Marie-Sophie Weidinger spielte auch in Coburg die Rolle der Victoria, sie nahm das Publikum mit ihren Wutausbrüchen, ihren Ängsten vor der Aufgabe als Königin und ihrem kraftvollen wie gefühlvollen Gesang mit. Der erst 19-jährige Johannes Frommhold aus Buchholz, Darsteller bei den Steenbeekers, konnte stimmlich wie schauspielerisch mit ihr mithalten. Er stellte die Wandlung Alberts vom schüchternen Prinzen zum politischen Akteur, fürsorgenden Vater und liebevollen Ehemann überzeugend dar.

Alle Darsteller zeigten eine große Spielfreude. Die musikalische Leitung hatte Olaf Zillmann. Um das Musical auch in Buchholz realisieren zu können, hatte es die Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Paulus als Projekt mitverantwortet. Finanziell unterstützt wurde das Musical von der Heinrich-Dammann-Stiftung, der Ev. Landeskirche Hannovers, von PrimaHaus, der Spethmann-Stiftung, der Sparda-Bank und dem Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY. „Ich danke für die finanzielle Unterstützung und freue mich sehr auf die zweite Vorstellung im Juni“, sagte Ulrike Barz-Murauer nach der Vorstellung.

Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Hittfeld

Die Geschichte:

Das Musical beruht auf der wahren Geschichte der jungen Victoria von Kent und Albert von Sachsen-Coburg. Beide wären in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden. Im Alter von 17 Jahren begegneten sie sich, verliebten sich drei Jahre später ineinander, als Victoria bereits zur Königin und damit zur mächtigsten Frau der Welt gekrönt worden war. Das Musical stellt die Personen in den Vordergrund, zeigt die Herausforderungen ihrer Ehe, aber auch die politischen Intrigen und Machtspiele. Victoria ist zunächst mit ihrem Amt überfordert, wird dann zur selbstbewussten Königin. Albert ist schüchtern und sensibel, interessiert sich für Musik und die Natur und kommt aus dem verarmten Fürstentum Coburg. Der englische Adel lehnt den Deutschen zunächst ab. Erst als er sich fürsorglich um ihre Kinder kümmert und beherzt in die Politik eingreift, gewinnt er die Engländer  für sich.