Partnerschaft mit Kirchen im Libanon: Reisetagebuch - Letzter Tag

Nachricht 15. Februar 2018

"Am letzten Tag unserer Reise besuchten wir zunächst die "Near East School of Theology" (NEST) in Beirut. Hier werden seit 1932 Theologen für die evangelischen Kirchen des Mittleren Osten ausgebildet.

Der Präsident der NEST, Dr. George Sabrah, berichtete von der Geschichte und der momentanen Ausbildungssituation der Einrichtung. Islamkunde ist ein fester Bestandteil der theologischen Ausbildung. Studierende aus vielen Ländern, auch aus Deutschland, besuchen für ein oder zwei Semester diese Hochschule. Für Pfarrerinnen und Pfarrer besteht darüberhinaus die Möglichkeit im Rahmen eines Sabbatjahres eine neue, arabische Perspektive auf die christliche Theologie kennenzulernen. Die NEST ist ein wesentlicher Motor für den interreligiösen Dialog im Mittleren Osten.

Zudem sprachen wir Pfarrer Souheil Saoud über eine mögliche Mitarbeit von Lehramtsstudierenden in den Schulen für Flüchtlingskinder in der Bekaa-Ebene. Hier werden in drei Schulen der evangelischen Kirche Kinder aus den Flüchtlingslagern beschult. Die Studierenden könnten in den kommenden Semesterferien die Arbeit in den Schulen unterstützen.

Den Abschluss der Reise bildete ein Treffen mit Repräsentanten der evangelischen Kirche in Syrien und Libanon (NESSL) und den Direktoren der von ihr getragenen Schulen. Dabei wurden Möglichkeiten einer zukünftigen Kooperation ausgelotet und Themenfelder dieser Arbeit skizziert.

NESSL-Generalsekretär Joseph Kassab brachte die Hoffnung auf eine gelingende Zusammenarbeit in den kommenden Jahren zum Ausdruck: "Wir stehen am Anfang einer gemeinsamen Reise!" 

Rainer Kiefer

Reisetagebuch

Seit Samstag (10.02.2018) ist eine Delegation der Landeskirche Hannovers im Libanon. Ziel der Reise sind weitere Verabredungen zum Aufbau partnerschaftlicher Beziehungen mit den evangelischen Kirchen im Libanon. Das gilt besonders für die Nationale Evangelische Synode in Syrien und im Libanon, die besondere Akzente in der schulischen Arbeit setzt.

Der Delegation gehört auch Oberlandeskirchenrat Rainer Kiefer an. Zum Abschluss der Reise zieht der Theologe ein erstes Fazit der Begegnungen im Mittleren Osten.

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