Fachkompetenz der Religionslehrer soll gestärkt werden

Nachricht 15. Februar 2018
schule

Oldenburg/Hannover. Die Kompetenz der Lehrkräfte im Fach Evangelische Religion soll in Niedersachsen künftig gestärkt werden. Mit diesem Ziel darf das Fach an den öffentlichen Schulen im Land seit Anfang Februar nicht mehr fachfremd unterrichtet werden. Auf diese Regelung verwies die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg am Dienstag nach einer Schulrätekonferenz in der Region. Lehrkräfte müssten eine Aus- oder Weiterbildung für das Fach nachweisen können, hieß es.

Allenfalls sei eine befristete Unterrichtsbestätigung von drei Jahren möglich. In der gymnasialen Oberstufe darf dagegen gar nicht mehr fachfremd unterrichtet werden.

In Niedersachsen arbeiten Staat und Kirche im Fach Evangelische Religion eng zusammen. Während die staatliche Seite für die Rahmenbedingungen sorgt, kümmern sich die Religionsgemeinschaften um die inhaltliche Ausrichtung sowie die Begleitung der Lehrkräfte. Um der neuen Regelung gerecht werden zu können, haben die Kirchen zugesichert, ihre Aus- und Fortbildungskapazitäten in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung auszubauen.

Wer das Fach an öffentlichen Schulen unterrichtet, wird von den Kirchen durch eine sogenannte Vokation beauftragt. Diese wird nach einem erfolgreich absolvierten Vorbereitungsdienst und dem Besuch einer mehrtägigen Vokationstagung in einem Gottesdienst verliehen. Erteilte Vokationen blieben weiterhin gültig, sagte Linda Riechers, Referentin für Vokation bei der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen