131 Kandidaten werben um Wählerstimmen

Nachricht 13. Februar 2018
Wahlbenachrichtigung_Rühlemann
Superintendentin Jutta Rühlemann zeigt, wie die Wahlbenachrichtigungen aussehen, die derzeit verschickt werden. Bild: Roland Hofer

Osterholz-Scharmbeck. Wochenlang haben sich die 16 Gemeinden im Kirchenkreis ins Zeug gelegt, um Kandidatinnen und Kandidaten für den Kirchenvorstand zu gewinnen, nun sind die Wahlberechtigten dran: Genau 47.919 Kirchenmitglieder können am 11. März ihre Favoriten ins Leitungsgremium ihrer Gemeinde wählen. Die Wahlbenachrichtigungen werden bereits seit einigen Tagen verschickt. Sie enthalten die Anträge für Briefwahl oder gelten für die Wahl in den Wahllokalen.

„Ich wünsche mir eine hohe Wahlbeteiligung, denn sie motiviert die Ehrenamtlichen für ihr Engagement und ist die Wertschätzung für eine verantwortungsvolle Tätigkeit“, sagte Superintendentin Jutta Rühlemann im Pressegespräch am vergangenen Donnerstag. Für die rund 100 Plätze bewerben sich 80 Frauen und 51 Männer im Alter zwischen 23 und 75 Jahren, davon rund zwei Drittel zum ersten Mal.

„Ein spannender Generationenwechsel“, meinte Rühlemann. „Wir haben damit ein ausgewogenes Kandidatenfeld aus vielen Berufen und eine lebendige Mischung verschiedener Interessen und Begabungen“, freute sich die Superintendentin über neue Impulse für die Gemeindearbeit. Denn die Frauen und Männer gestalten zusammen mit den Pastorinnen und Pastoren den Kurs ihrer Gemeinde. Sie schließen nicht nur Verträge, sind Arbeitgeber und unterhalten die Kirchen und Gemeindehäuser. Als Leitungsgremium prägen sie auch das Profil und Gesicht ihrer Kirchengemeinde: Sie verantworten den Rahmen für die Konfirmandenarbeit, beschließen den Gottesdienstplan und beteiligen sich an der Ausgestaltung der Gottesdienste, knüpfen Kontakte zu Kommunen und anderen Organisationen und betreiben Öffentlichkeitsarbeit.

Die Gewählten, so Rühlemann, hätten nicht nur „ein großes Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten und Freiräumen“. Sie würden auch stark unterstützt durch die Spezialisten im Kirchenamt Verden, die Landeskirche und Fortbildungen und Beratungen. So könne „die Kirche den Veränderungsprozess bei knapperen personellen und finanziellen Ressourcen erfolgreich gestalten“.

Besondere Herausforderungen für die Gewählten sieht Rühlemann im Unterhalt der Gebäude und der Suche von Fachkräften. „Wir müssen sprachfähig bleiben, den christlichen Glauben weitertragen und die Menschen bei ihrer Orientierung und Sinnsuche im Leben fördern und begleiten“, sagte die Kirchenfrau. Das Motto der Wahl „Kirche mit mir“, so Rühlemann, mache aber auch deutlich, dass die Wählerinnen und Wähler eine hohe Verantwortung trügen. Rühlemann: „Wer zur Wahl geht, gestaltet aktiv für sechs Jahre das Leben und die Zukunft seiner Gemeinde mit.“  

 

Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises Osterholz-Scharmbeck