Diakoniebeschäftigte erhalten mehr Geld

Nachricht 01. Februar 2018
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Symbolbild: Meike Boeschemeyer/epd-Bild

Hannover. Die rund 30.000 Beschäftigten der Diakonie in Niedersachsen können sich in diesen Tagen über ein Plus auf ihren Gehaltsabrechnungen freuen. Nach den Lohnerhöhungen im Januar 2017 um 2,25 Prozent steigen die Gehälter zum 1. Januar dieses Jahres noch einmal um 2,25 Prozent, sagte Christine Altmeyer von der ver.di-Tarifkommission Diakonie am Mittwoch in Hannover. Hinzu komme eine Einmalzahlung von 300 Euro. Die Tarifsteigerungen waren im Dezember 2016 ausgehandelt worden.

Viele Fachkräfte, die bereits mehr als zwölf Jahre in einem qualifizierten Ausbildungsberuf arbeiten, erhielten zusätzlich eine Tarifsteigerung um 2,5 Prozent, sagte Altmeyer. Angesichts der fehlenden Fachkräfte in den Sozial- und Gesundheitsberufen seien gute Gehälter wichtig. Um die Attraktivität der Arbeit bei der Diakonie weiter zu steigern, müssten in einem nächsten Schritt intelligente Arbeitszeitmodelle entwickelt werden.

Aus Sicht des diakonischen Arbeitgeberverbandes DDN zielt die Einigung darauf ab, den Tarifvertrag der Diakonie langfristig als "Leittarif" in der niedersächsischen Sozialwirtschaft zu etablieren. Nur mit allgemeinverbindlichen Tarifregelungen für alle Wohlfahrtsverbände könne dort die Lohnspirale nach unten durchbrochen werden, sagte der DDN-Vorsitzenden Rüdiger Becker zum Abschluss der Tarifverhandlungen im Dezember 2016.

epd-Landedienst Niedersachsen-Bremen