Zentrum für jüdische Musik bietet "Kantorenkonzerte"

Nachricht 30. April 2017
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Das restaurierte Haus des jüdischen Industriellen und früheren Continental-Direktors Siegmund Seligmann (1853-1925) ist seit dem 17.1.2012 Sitz des Europäischen Zentrums für Jüdische Musik der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Bild: epd-bild/Jens Schulze 

Hannover. Mit fünf Konzerten und mehreren Vorträgen startet das Europäische Zentrum für Jüdische Musik in der "Villa Seligmann" in Hannover in den musikalischen Frühling. So sind bei zwei "Kantorenkonzerten" am 8. und 22. Mai unter anderem die jüdischen Kantoren Joseph Malovany aus New York und Elli Jaffe aus Jerusalem zu hören, wie das Zentrum mitteilte. Sie werden an der Orgel von Professor Andor Izsak begleitet, dem Gründer des Zentrums.

In einem Vortrag am 16. Mai stellt der Berliner Rabbiner Andreas Nachama seinen Vater Estrogo Nachama (1918-2000) vor, der aus Griechenland stammte und das Konzentrationslager Auschwitz überlebte. Zum 18. Internationalen Diskografentag am 14. Mai informieren Referenten aus Deutschland, Finnland und Ungarn unter anderem über den Kantorengesang auf Schellack-Platten und die Orgel in der Synagoge.

Die Villa am Rande des Stadtwaldes Eilenriede gehörte einst dem jüdischen Industriellen und früheren Continental-Direktor Siegmund Seligmann (1853-1925). Sie beherbergt seit 2012 das 1988 gegründete Europäische Zentrum für Jüdische Musik, ein Institut der Hochschule für Musik, Theater und Medien. Die Einrichtung verfügt über eine einzigartige Sammlung an Dokumenten, Noten, Aufnahmen und Synagogenorgeln.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

Weitere Informationen

Eintrittskarten können montags bis freitags von 8.30 bis 19 Uhr und sonnabends bis 14 Uhr unter der Telefonnummer 0511/12123333 bestellt werden.

Zur Internetseite der Villa Seligmann