Pilgern und Thesenanschlag

Nachricht 07. April 2017

Loccum. Ab Ostern machen sich wieder Pilgerinnen und Pilger auf den Weg zwischen Loccum in Niedersachsen und Volkenroda im Thüringen. Im vergangenen Jahr sind über 3000 Menschen registriert mit Pilgerpass auf dem Weg unterwegs gewesen. In diesem Reformations-Jubiläums-Jahr können sie und alle weiteren Interessierten in 44 Kirchengemeinden und Klöstern am Weg ihre Wünsche für ihre Kirche an speziellen Kirchentüren „anschlagen“.  

Auch wenn diese Aktion nicht wie bei Martin Luther vor 500 Jahren ein kirchenpolitisches Beben auslösen dürfte, regt sie doch zum Nachdenken an. Gemeinsam mit ehrenamtlich Mitwirkenden auf dem Pilgerweg Loccum-Volkenroda hat das Pilgerweg-Team aus dem Haus kirchlicher Dienste der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers ein großformatiges Poster entwickelt, dass einer Kirchentür gleicht. Mit einem Hammer und einem Pin in Nageloptik können die auf Zetteln notierten Wünsche anschließend an das auf einer Moderationswand befestigte Poster „angeschlagen“ werden. Nebenbei wird über die Entstehungsgeschichte der Reformation in der jeweiligen Kirchengemeinde informiert.

Einzeln und in Gruppen gehen die Wanderer einzelne Etappen oder den gesamten 300 Kilometer langen Pilgerweg zwischen Loccum und Volkenroda. Die neue Pilgersaison endet am Reformationstag, 31. Oktober 2017.

Dafür haben ehrenamtliche Wegebeauftragte die Beschilderung des Pilgerweges überprüft. Auch die verlässlichen gastfreundlichen Angebote der vielen Kirchengemeinden und Klöster am Weg beginnen wieder: Geöffnete Kirchen, Pilgerstempel, Gesprächsangebote und Pilgersegen gehören dazu. Gruppen können zertifizierte Pilgerbegleiterinnen und -begleiter in Anspruch nehmen.

Ein kostenloses Unterkunftsverzeichnis von Hotels, Pensionen und Privatunterkünften auf dem gesamten Pilgerweg Loccum-Volkenroda liegt ebenfalls vor. Dies ist ein Alternativangebot für Pilgernde zu den vielen kirchlichen Herbergen, die es bereits gibt.

Haus kirchlicher Dienste