Leer: Libanesische Theologin fordert Ende der Gewalt im Nahen Osten

Nachricht 03. September 2016

Leer. Die Bildungs-Direktorin der Evangelischen Kirche in Syrien und im Libanon, Najla Kassab, hat ein Ende der Gewalt im Nahen Osten und einen gerechten Frieden für alle Menschen gefordert. Der Friede Christi ermutige dazu, "die Stimme zu erheben und zu handeln - gegen jede ungerechte Praxis", sagte die libanesische Theologin in ihrer Predigt am Sonntag in der evangelisch-reformierten Gemeinde in Leer. Kassab gehört einer Delegation an, die derzeit verschiedene Kirchen in Deutschland besucht. Der Gruppe gehört auch der Generalsekretär der syrisch-libanesischen Kirche, Joseph Kassab, an.

Kassab sagte, sie wisse um die Schwierigkeiten, die Deutschland mit der Aufnahme der syrischen Flüchtlinge durchlebe. Ebenso gebe es Probleme im Libanon: Das Land mit seinen vier Millionen Einwohnern beherberge derzeit rund einer Million Flüchtlinge. Auch in ihrer Kirche gebe es Stimmen, die sich an einem Engagement für die Flüchtlinge störten. Viele hätte sich dagegen gewehrt, dass in ihrer Nachbarschaft eine Schule für syrische Flüchtlinge eröffnet wurde. Doch es sei die Aufgabe der Kirche, gegen alle Formen des Missbrauchs anzugehen, die Menschen in dieser Region erleben, egal "ob sie Juden, Christen oder Muslime seien", unterstrich Kassab.

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

Najla Kassab

Naila Kassab war Mitglied einer Delegation syrischer Christen, die auch mit dem Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers Ralf Meister ein Gespräch führten.

syrische Delegation beim Landesbischof