Riesen-Adventskranz auf Lüneburger Wasserturm installiert

Nachricht 23. November 2014

Lüneburg (epd). Ein riesiger Adventskranz soll in Lüneburg um Spenden für Flüchtlingskinder werben. Ein Kran hob den 1,5 Tonnen schweren Aluminium-Ring mit nachgebildeten elektronischen Kerzen am Montag auf den historischen Wasserturm der Stadt. Von Sonntag an könnten Menschen den Kranz in 56 Metern Höhe per Handy-Kurzmitteilung oder Anruf zum Leuchten bringen, teilte der evangelische Kirchenkreis Lüneburg mit. Am Sonnabend werde die Aktion von Kirche und Diakonie mit einer Feier um 16 Uhr offiziell eröffnet.

Der Kranz bleibe bis zum 6. Januar täglich in den Morgenstunden und von 16 Uhr bis Mitternacht illuminiert, sagte Projektsprecher Michael Elsner. Jeden Tag werde eine neue Kerze angezündet. Den Kranz könnten Spender per SMS mit dem Wort "LICHT" an die Nummer 83090 für jeweils 15 Sekunden zusätzlich erhellen. Damit solle Geld für die amikeco-Willkommensinitiative in der Stadt gesammelt werden, die sich um Flüchtlingskinder kümmert. Eine SMS koste 1,99 Euro, davon seien 1,27 Euro Spenden.

Auch per Telefon unter der Nummer 09003/9424376 kann der Kranz den Angaben zufolge erleuchtet werden, dann liege der Spendenanteil je nach Anbieter höher. Der Adventskranz wird zum siebten Mal oberhalb der Zinnen des Wasserturms von 1907 installiert. Nach Angaben der Initiatoren sind in den vergangenen sechs Jahren mehr als 28.000 Euro für Hilfsprojekte zusammengekommen.

Die Aktion erinnert an den Erfinder des Adventskranzes, den Hamburger Theologen Johann Hinrich Wichern (1808-1881). Wichern ließ 1839 in dem von ihm gegründeten "Rauhen Haus", einem Heim für verwahrloste Jugendliche, erstmals einen großen hölzernen Adventskranz aufhängen.

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