Kirchen in Niedersachsen feiern 50 Jahre Ökumene

Nachricht 19. November 2014

Hildesheim/Osnabrück (epd). Mit gemeinsamen Gottesdiensten in Hildesheim und Osnabrück erinnern die katholische und evangelische Kirche am Freitag an die ökumenische Öffnung der katholischen Kirche vor 50 Jahren. Am 21. November 1964 wurde das Ökumenismus-Dekret des Zweiten Vatikanischen Konzils veröffentlicht, wie die katholischen Bistümer Hildesheim und Osnabrück mitteilten. Damit richtete die katholische Kirche ihre Zusammenarbeit mit den protestantischen und orthodoxen Kirchen neu aus, die nun stärker gewürdigt wurden. Fast alle katholische Bischöfe in Deutschland laden aus diesem Anlass zu ökumenischen Gottesdiensten in ihre Dome und Kathedralen ein.

"Ich möchte dieses Jubiläum zum Anlass nehmen, mit vielen Gästen aus der Ökumene das in den vergangenen Jahrzehnten hoffnungsfroh gewachsene Miteinander dankbar zu feiern", sagte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode. Zu dem Gottesdienst im Osnabrücker Dom kommen auch zahlreiche Vertreter der evangelischen Kirchen aus Niedersachsen und Bremen. Die Predigt hält der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister.

Im Hildesheimer Dom feiert der katholische Bischof Norbert Trelle mit Vertretern der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Niedersachsen. Die Predigt hält der evangelische Bischof Karl-Hinrich Manzke aus Schaumburg-Lippe. Manzke ist Catholica-Beauftragter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD).

Das Ökumenismus-Dekret "Unitatis redintegratio" gilt als entscheidendes Dokument für die ökumenische Öffnung der katholischen Kirche und wurde zum wegweisenden Impuls für ihr Engagement im ökumenischen Dialog. Es wurde 1964 vom Zweiten Vatikanischen Konzil verabschiedet und durch Papst Paul VI. am 21. November in Kraft gesetzt.

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