Bischof Meister gratuliert neuem EKD-Ratsvorsitzenden Bedford-Strohm

Nachricht 10. November 2014

Hannover/Dresden (epd). Leitende kirchliche Repräsentanten aus Niedersachsen und Bremen haben dem neuen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, am Dienstag zu seiner Wahl gratuliert. Er freue sich, dass der bayrische Landesbischof eine überzeugende Mehrheit erhalten habe, sagte der hannoversche Landesbischof Ralf Meister als Ratsvorsitzender der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen. Bedford-Strohm bringe die richtigen Vorerfahrungen mit: "Er ist die Stimme, die die evangelische Kirche derzeit braucht, davon bin ich überzeugt."

Auch der leitende Theologe der Bremischen Evangelischen Kirche, Renke Brahms, begrüßte das deutliche Votum: "Auf dem Weg zum Reformationsjubiläum hat die evangelische Kirche wichtige Aufgaben zu bewältigen und braucht deutliche Konturen." Dafür sei ein klares Mandat hilfreich. Bedford-Strohm habe den Mut zu klaren Positionen in ethischen und gesellschaftspolitischen Fragen. Brahms ist auch Friedensbeauftragter der EKD.

Der 54-jährige Bedford-Strohm war bei der EKD-Jahrestagung in Dresden zum Nachfolger von Nikolaus Schneider gewählt worden. Dabei stimmten 106 Mitglieder von Synode und Kirchenkonferenz für Bedford-Strohm. Es gab 11 Nein-Stimmen und 8 Enthaltungen.

Bedford-Strohm wird die mehr als 23 Millionen Protestanten in Deutschland für die nächsten zwölf Monate repräsentieren, nachdem Schneider sein Amt wegen einer schweren Erkrankung seiner Frau Anne ein Jahr vor Ende der Amtszeit niedergelegt hatte. Er gilt nun auch als Favorit für die in 2015 anstehende turnusgemäße Wahl, an die sich eine sechsjährige Amtszeit anschließt.

Der neue EKD-Ratsvorsitzende ist seit drei Jahren Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Dem 15 Mitglieder zählenden Rat der EKD gehört Bedford-Strohm seit einem Jahr an. Er studierte evangelische Theologie in Erlangen, Heidelberg und Berkeley (USA). Der Theologe hat Berufserfahrung im Pfarrdienst wie auch als Hochschullehrer, unter anderem als Professor für Systematische Theologie und Gegenwartsfragen in Bamberg.

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