EKD-Friedensbeauftragter: Friedlicher Mauerfall eine Verpflichtung

Nachricht 05. November 2014

Bremen (epd). Der evangelische Friedensbeauftragte Renke Brahms sieht im Fall der Mauer vor 25 Jahren ein Vorbild für aktuelle Konflikte. Nicht durch Waffen und Gewalt, sondern durch Gebete und Kerzen seien damals Blöcke zerbrochen und der Kalte Krieg beendet worden, erklärte am Mittwoch der leitende Bremer Theologe. Die friedliche Revolution in der DDR sei eine Verpflichtung für Deutschland, sich für Frieden, Versöhnung und gewaltfreie Lösungen einzusetzen.

Brahms hob die Rolle der Kirchen bei der Revolution 1989 hervor. "Die evangelische Kirche bot in dieser Zeit Raum und Schutz für kritische Gedanken und friedlichen Protest", sagte der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Maueröffnung am 9. November 1989 und die friedliche Wiedervereinigung Deutschlands erschienen "zu Recht vielen Menschen als ein Wunder, für das wir dankbar sein müssen".

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