Landesbischof Ralf Meister zu Gast in Südafrika

Nachricht 19. Oktober 2014

Pressemitteilung des Evangelisch-lutherischen Missionswerks in Niedersachsen

Hannover/Hermannsburg. Ein Treffen der ausländischen Partner der Ev.-luth. Kirche im Südlichen Afrika (ELCSA) im Oktober nutzt der Hannoversche Landesbischof Ralf Meister, um die in Südafrika tätigen Mitarbeitenden des Evangelisch-lutherischen Missionswerkes in Niedersachsen (ELM) und die kirchliche Landschaft Südafrikas kennenzulernen.

Am Rande der ELCSA-Arbeitstagung wird Meister in Johannesburg zum Beispiel die Lutheran Community Outreach Foundation kennenlernen, eine diakonische Einrichtung in Hillbrow, einem der sozial markantesten Stadtteile des südafrikanischen Johannesburg. Unter der Leitung des ELM-Mitarbeiters Thomas Wojciechowski bietet die Einrichtung zahlreiche Projekte besonders für Kinder, Jugendliche und Frauen an. Weitere Stationen der zwölftägigen Dienstreise sind Durban, wo Meister eine Großstadtgemeinde besuchen wird, die sich besonders der Betreuung von Studierenden und Flüchtlingen angenommen hat, sowie Kapstadt, wo er unter anderem ein kirchliches Zentrum sehen wird, das sich um Aussteiger aus Deutschland bemüht.

Außerdem wird Meister mit den Leitungspersonen dreier Evangelisch-Lutherischer Kirchen im Südlichen Afrika und des lutherischen Dachverbandes für das südliche Afrika zusammenkommen, um über Fragen der internationalen zwischenkirchlichen Zusammenarbeit zu sprechen. Über das ELM ist die Hannoversche Landeskirche mit zwölf Kirchen in elf außereuropäischen Ländern verbunden, zu denen auch die südafrikanischen Kirchen gehören.

Das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) ist Teil eines großen Netzwerkes, das im Verbund mit 23 Kirchen in 19 Ländern arbeitet. Es engagiert sich personell im Austausch von Theologen und Entwicklungsfachkräften zwischen evangelischen Kirchen in Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika und unterstützt Projekte seiner Partner finanziell.

Landesbischof Ralf Meister wirbt vor südafrikanischer Bischofssynode in Johannesburg für Beteiligung am Reformationsjubiläum 2017

Landesbischof Ralf Meister warb in einer Rede am Montag, 20. Oktober 2014, vor der Bischofssynode der Evangelischen Kirche im Südlichen Afrika (ELCSA) für ein gemeinsames Reformationsfest im Jahr 2017. Dabei machte er sich unter anderem für einen weltweiten Kanzeltausch stark: „Ich würde es sehr begrüßen, im Jahr 2016 einen weltweiten Predigt-Austausch unter dem Motto „One world – Eine Welt“ zu erreichen“, sagte Meister laut Redemanuskript vor seinen sieben südafrikanischen Kollegen. Das 500-jährige Reformationsjubiläum 2017 wird durch eine Reformationsdekade vorbereitet. Das Jahr 2016 steht dabei unter dem Motto „Eine Welt.“

In diesem Jahr steht das Thema „Reformation und Politik“ im Mittelpunkt der Reformationsdekade. Meister erinnerte in diesem Zusammenhang an staatliche Subventionen, die die Kirchen in Deutschland erhielten. Die „skandalöse Geldverschwendung“ des Limburger Bischofs Tebartz-van Elst ermahne die Kirchen, transparent und verantwortungsvoll mit ihren Finanzen umzugehen, sagte Meister.