EKD-Ratschef spendet Preisgeld für "Haus der Religionen" in Hannover

Nachricht 24. März 2016
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Hannover (epd). Das bundesweit einzigartige "Haus der Religionen" in Hannover freut sich über eine besondere Spende. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, stellte der Einrichtung 5.000 Euro zur Verfügung, wie die Initiatoren mitteilten. Die Summe sei die Hälfte eines Preisgeldes, die Bedford-Strohm für sein Engagement im interreligiösen Dialog erhielt. Der Ratsvorsitzende war in Bern mit dem "Herbert-Haag-Preis für Freiheit in der Kirche" ausgezeichnet worden.

"Eines der größten Pfunde im interreligiösen Dialog, vielleicht das größte Pfund überhaupt, ist menschliche Nähe", sagte Bedford-Strohm. Wer sich begegne oder sogar Freundschaft schließe, höre auf, die Religion des jeweils anderen an ihren unzulänglichsten Ausdrucksformen oder gar an ihren fundamentalistischen Pervertierungen zu messen.

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Information: Das Haus der Religionen

Das 2005 gegründet "Haus der Religionen" in Hannover ist eine gemeinsame Initiative von Christen, Juden, Muslimen, Hindus, Buddhisten und Angehörigen der Bahai-Religion. Zu den Partnern gehört auch der Humanistische Verband Niedersachsen. Die Einrichtung hat ihren Sitz in einem ehemaligen evangelischen Gemeindezentrum. Jährlich besuchen rund 5.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene das "Haus der Religionen", darunter viele Schulklassen oder Konfirmandengruppen. Aber auch Arbeitgeber holen sich Rat für den Umgang mit einer zunehmend multireligiösen Gesellschaft.

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