Diakonie-Katastrophenhilfe kritisiert EU-Abkommen mit der Türkei

Nachricht 20. März 2016
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Die Praesidentin des evangelischen Hilfswerkes "Brot fuer die Welt", Cornelia Fuellkrug-Weitzel; Bild: epd-bild/Norbert Neetz

Hannover/Hamburg (epd). Die Präsidentin der "Diakonie Katastrophenhilfe", Cornelia Füllkrug-Weitzel, hat das EU-Flüchtlingsabkommen mit der Türkei als unzureichend und mangelhaft bezeichnet. Die Vereinbarung betreffe nur neuankommende Asylsuchende in Griechenland, sagte Füllkrug-Weitzel dem Hörfunksender NDR Info am Montag. Das Schicksal der Migranten, die bereits in dem Land festsäßen, sei weiter ungeklärt. "Dort sind ungefähr 48.000 Menschen, die es einfach nicht fassen können, dass es in dieser ganzen Verhandlung kein einziges Wort zu deren Verbleib gab."

Die Chefin der evangelischen Hilfsorganisation kritisierte zudem, dass die EU zunächst nur etwa 70.000 syrische Flüchtlinge aus der Türkei holen wolle. Derzeit harrten dort immerhin 2,7 Millionen Asylsuchende in Lagern aus. Und nach wie vor kämen viele Migranten auf den griechischen Inseln an - allein am vergangenen Wochenende schätzungsweise 800 Menschen.
 

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