Göttinger Studie zum "Sterbefasten" ausgezeichnet

Nachricht 15. März 2016

Göttingen (epd). Eine Göttinger Studie zum sogenannten Sterbefasten ist von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin ausgezeichnet worden. Sie erhielt den Preis als beste Originalarbeit der "Zeitschrift für Palliativmedizin" für das Jahr 2015, wie die Göttinger Universitätsmedizin am Mittwoch mitteilte. Das Sterbefasten, also der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit, stellt für Patienten mit einer unheilbaren Krankheit eine legale Möglichkeit dar, ihr Leben selbstbestimmt zu beenden.

Die Autoren Nina Luisa Hoekstra und Alfred Simon von der Akademie für Ethik in der Medizin an der Universitätsmedizin Göttingen hatten für die Studie bundesweit Allgemein- und Palliativmediziner befragt. Die Ärzte sollten darüber Auskunft geben, wie sie das Sterbefasten und die ärztliche Begleitung bewerten. In der aktuellen Debatte gibt es dazu unterschiedliche Positionen, dabei spielen sowohl rechtliche wie auch ethische Gesichtspunkte eine Rolle.

Der nicht dotierte Preis wird seit 2014 von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin vergeben. Er würdigt herausragende Publikationen, die sich durch methodisches Vorgehen und Originalität auszeichnen. 

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