Gossner Mission verzeichnet Rekordspenden 2015

Nachricht 22. Februar 2016

Benefizaktionen und zahlreiche Spenden aus Ostfriesland – Ev.-luth.Landeskirche Hannovers beteiligte sich an Erdbebenhilfe

Über ein Rekordspendenergebnis im Jahr 2015 kann sich die evangelische Gossner Mission freuen. „Im Vergleich zu den Vorjahren konnten wir 2015 unsere Spenden beinah verdoppeln“, so Direktor Christian Reiser. Das sei vor allem auf die erfolgreiche Kampagne zugunsten der Erdbebenopfer in Nepal zurückzuführen, die zu einem Gesamtspendeneingang von rund 583.000 Euro führte. Davon waren 378.000 Euro und somit 65 Prozent für die Arbeit in Nepal bestimmt.

Zu dem Spendenergebnis trugen auch zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer aus Ostfriesland bei. Viele Einzelspenden gingen ein, Vereine und Gruppen initiierten Benefizaktionen, Gemeinden sammelten Kollekten, Konfirmand/innen überwiesen ihre Konfi-Gabe. Und auch die Ev.-luth. Landeskirche Hannovers unterstützte die Erdbebenhilfe des Werkes mit 10.000 Euro.

„Hilfe für die Menschen in den Bergen“: Unter dieses Motto hatte die Gossner Mission ihre Unterstützung für Nepal gestellt, die sie unmittelbar nach dem schweren Erdbeben am 25. April 2015 einleitete. Die Reaktion übertraf alle Erwartungen. „Viele Menschen haben die Erdbebenhilfe unseres kleinen Werkes unterstützt, weil wir uns seit 1968 in Nepal engagieren und mit erfahrenen und verlässlichen Partnern vor Ort zusammenarbeiten“, so Reiser. Tatsächlich wurden Hilfsmaßnahmen anderer Organisationen von den nepalischen Behörden zunächst ausgebremst, während der Gossner-Partner „United Mission to Nepal“ (UMN) in seiner Soforthilfe auf bereits vorhandene Strukturen und ein großes Netzwerk von Mitarbeitenden, Einrichtungen und Kontaktpersonen zugreifen konnte und in kurzer Zeit vor Ort war.

„Und so erreichte unsere Erdbebenhilfe sogar die entlegenen Bergregionen, obwohl die Wege verschüttet und die Brücken zerstört waren“, betont Reiser. 500 Tonnen Reis wurden verteilt, 65 Tonnen Hülsenfrüchte und rund 10.000 Zelte und Schutzplanen. Mittlerweile hat der Wiederaufbau eingesetzt: Auch hier engagiert sich die Gossner Mission gemeinsam mit ihren Partnern erfolgreich in den nepalischen Bergen. Zielgruppe sind die Ärmsten der Armen: Menschen, die alles verloren haben, Menschen mit Behinderung, alleinstehende Frauen, Kinder und Jugendliche. Reiser: „Um ihnen zu helfen, sind wir weiterhin auf Spenden dringend angewiesen, denn die Not ist weiterhin groß.“

Die Gossner Mission ist eine kleine unabhängige Stiftung mit Sitz in Berlin. Neben Nepal unterstützt sie auch Vorhaben in Indien, Sambia und seit einigen Jahren auch gemeinsam mit dem Kirchenkreis Norden in Uganda. Sie gehört zu den bundesweit 230 Organisationen, die mit dem DZI-Spendensiegel für Effizienz und Transparenz ausgezeichnet sind.