Sonntag Reminiscere – Gedenktag für Bedrängte und verfolgte Christen

Nachricht 17. Februar 2016
fluechtlingslager_syrien
Mehrere Hunderttausend Syrer sind in den Libanon geflohen, viele haben in der fruchtbaren Bekaa-Ebene Zuflucht gefunden. Bild: humedica/epd-bild

Leipzig/Hannover. Im Jahr 2008 hat die Synode der EKD beschlossen, einmal im Kirchenjahr der Lage von bedrängten und verfolgten Christen mit einer Fürbitte zu gedenken. Der 2. Sonntag der Passionszeit, Reminiszere, wurde dafür ausgewählt.

Seit 2010 wird der Gedenktag mit Gottesdienstmaterialien begleitet. In diesem Jahr schreibt der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm dazu: „Die vielen Flüchtlinge, die in überfüllten Booten im Mittelmeer oder zu Fuß durch schlammiges Gelände auf dem Balkan zu uns kommen, beherrschen seit Wochen die Schlagzeilen in Deutschland und Europa. Junge Männer, Familien, allein reisende Mütter mit Kindern – sie suchen Zuflucht vor Krieg und Verfolgung. Tatsächlich ist ein Leben in Sicherheit und Würde derzeit für viele Menschen ein ferner Traum und so fliehen sie vor dem täglichen Terror, den Kämpfen und Repressionen aus Aleppo … (in Syrien) ins vermeintlich Zuflucht bietende Europa.“

Das GAW unterstützt diese gemeinsame Initiative der Gliedkirchen der EKD. Insbesondere setzt sich das GAW für die bedrängten evangelischen Christen in Aleppo, Homs, Qamsihly, Damaskus, Mehardeh und anderen Orten ein, wo es evangelisches Leben immer noch gibt. Ihnen sollen Bleibeperspektiven gegeben werden, indem sie weiterhin ihre evangelische Schulen und Altenheime offen halten und Medizin- und Nothilfe für Gemeindeglieder und für Nachbarn leisten können. 

Gustav-Adolf-Werk e.V.