Internationale Tagung zu Flucht und Asyl eröffnet

Nachricht 16. Februar 2016
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Der Bevollmaechtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Praelat Martin Dutzmann; Bild: Rolf Zoellner/epd-bild

Emden (epd). Rund 75 Kirchenvertreter aus acht Staaten sind am Mittwochabend in Emden zusammengekommen, um über Flucht und Asyl zu diskutieren. Die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen und der Reformierte Bund haben zu der internationalen Tagung unter der Überschrift "Fremde(s) aushalten - Migration und Aggression in Europa" in die Johannes-a-Lasco-Bibliothek eingeladen, wie ein Kirchensprecher mitteilte. Das Treffen mit Teilnehmern aus Ungarn, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz, Italien, Südafrika und Deutschland endet am Sonnabend.

Zu den Referenten der Tagung gehört unter anderen der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beim Bund und der EU, Martin Dutzmann aus Berlin. Während einer Podiumsdiskussion am Freitagnachmittag werde er mit Migrationsexperten aus Italien und Südafrika und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Günter Krings der Frage nachgehen, welchen Einfluss Migration auf den Protestantismus hat.

Zum Auftakt sprach der Genfer Journalist und Sicherheitsexperte Andreas Zumach über Flucht und Vertreibung in und nach Europa von 1946 bis heute und über Perspektiven einer menschenwürdigen Migrationspolitik, hieß es. In den kommenden Tagen wollen die Teilnehmer diskutieren, wie Migration, Exil und Asyl die reformierte Theologie geprägt haben. In einem öffentlichen Abendvortrag spreche am Freitagabend der Würzburger Theologieprofessor Klaas Huizing über "Selfie Europa: Über Fremdheit und Heimat". Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr.

Reformierte Kirchen gibt es - neben lutherischen und katholischen Kirchen - auf allen Kontinenten. Sitz der Weltgemeinschaft der Reformierten Kirchen ist Hannover. Die Zahl der reformierten Christen insgesamt wird auf rund 80 Millionen geschätzt.

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