Erzbischof Koch warnt vor Entwicklungen wie im "Dritten Reich"

Nachricht 14. Februar 2016
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Erzbischof Heiner Koch, Mitglied der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz. Bild: Jürgen Blume/epd-bild 

Hannover/Berlin (epd). Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat angesichts der fremdenfeindlichen "Pegida"-Bewegung vor Entwicklungen wie im Nationalsozialismus gewarnt. "Ich denke, auf manche Entwicklungen im 'Dritten Reich', als sie noch abwendbar waren, hat man zu spät beziehungsweise nicht eindeutig genug reagiert", sagte der katholische Bischof dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Montagsausgaben). "Das darf nicht wieder passieren", ergänzte er. Koch forderte einen konsequenten Umgang mit "Pegida"-Anhängern.

"Es kann auch ein Ausdruck von Barmherzigkeit sein, unmissverständlich und eindeutig zu reden und deutlich zu machen, wo Grenzen sind, die wir nicht überschreiten werden etwa im Hinblick auf die Würde eines jeden Menschen, auch des Flüchtlings", sagte Koch, der vor seinem Amtsantritt in Berlin Bischof in Dresden war.

Am Anfang hätten der sächsische evangelische Landesbischof und er mit "Pegida"-Vertretern das Gespräch gesucht. "Aber Ende 2015 hat sich die Stimmung verschärft. Kommunikation im Sinne von Verständnis war nicht mehr möglich", sagte Koch. Im gesellschaftlichen Zusammenleben sei jeder gefordert, Radikalen jeglicher Couleur die Grenzen ihres Redens und Handelns zu zeigen, erklärte er.

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