Garbsener Kirchengemeinde weiht nach Brand neues Gemeindehaus ein

Nachricht 14. Dezember 2014

Garbsen/Reg. Hannover (epd). Rund eineinhalb Jahre nach dem Brand ihrer Kirche hat die evangelische Willehadi-Gemeinde in Garbsen bei Hannover am Sonntag mit einem Gottesdienst ihr neues Gemeindehaus eingeweiht. Die hannoversche Regionalbischöfin Ingrid Spieckermann würdigte in ihrer Predigt die große Solidarität der Menschen des Stadtteils, der als sozialer Brennpunkt gilt. "Auch Sie haben gezeigt: Wir gehören zusammen!" Die Kosten des Hauses belaufen sich auf rund eine Million Euro. Bis Ende 2016 soll auch der Kirchenneubau fertiggestellt sein.

Das Feuer im Juni 2013 versetzte den ganzen Stadtteil in Unruhe und sorgte bundesweit für Aufsehen. Rechtspopulisten versuchten, vor Ort Stimmung gegen Migranten zu machen. Zunächst geriet eine Gruppe ausländischer Jugendlicher in Verdacht, die Kirche angezündet zu haben. Die mutmaßlichen Brandstifter konnten aber nie ermittelt werden.  

Die Landessuperintendentin erinnert in ihrer Predigt an die mühsame Arbeit des Aufräumens, Sicherns und Neuplanens. Das Gebäude sei bereits heute ein "Haus aus lebendigen Steinen", weil sich hier die unterschiedlichsten Menschen begegneten: "Menschen, die Wege miteinander gehen, die einander sehen und wahrnehmen, füreinander einstehen und ihre Kraft, ihren Trost und ihre Hoffnung aus dem lebendigen Gott ziehen."

Die Kosten für das Gebäude tragen die hannoversche Landeskirche, der  Stadtkirchenverband, sowie die Gemeinde selbst. Zentrum des Hauses ist ein 102 Quadratmeter großer Saal, der durch Trennwände unterteilt werden kann. Im Februar lädt die Gemeinde zu einem Festprogramm mit Konzerten, Ausstellung, Festen und Bibelabenden ein.

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