Landesbischof Meister: Attentat in Jerusalem ein Tabubruch

Nachricht 19. November 2014

Hannover (epd). Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat das Attentat auf eine Jerusalemer Synagoge verurteilt. "Betende Menschen in einem Gotteshaus anzugreifen, ist ein Tabubruch", sagte der evangelische Theologe am Mittwoch in Hannover. Zwei palästinensische Männer hatten am Dienstag in einer Synagoge Israelis brutal angegriffen. Es gab insgesamt sieben Todesopfer, darunter auch die Attentäter.

Die Bilder von dem Attentat seien erschütternd, sagte Meister. "Ich wünsche Israelis und Palästinensern den Mut, den Kreislauf von Gewalt und Hass zu durchbrechen."

Bei dem Angriff im Westen der israelischen Hauptstadt kamen vier Betende sowie ein Polizist ums Leben. Die Täter, zwei Palästinenser aus Ostjerusalem, waren mit Beilen, Messern und Pistolen in die Synagoge "Kehilat Bnei Torah" (Kongregation der Tora-Söhne) eingedrungen. Sie wurden von Polizisten getötet. Es war der erste Angriff auf ein jüdisches Gotteshaus in Jerusalem seit Gründung des Staates Israel. Zu der Tat, die weltweites Entsetzen hervorrief, bekannte sich die "Volksfront zur Befreiung Palästinas".

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