Predigtpreis an Pastor aus Hannover verliehen

Nachricht 18. November 2014

Huub Oosterhuis für sein Lebenswerk geehrt

Bonn/Hannover (epd). Der evangelische Pastor Andreas Brummer aus Hannover hat am Mittwoch in Bonn den Deutschen Predigtpreis erhalten. Brummers Bibelauslegung über die Menschwerdung Gottes unter dem Titel "Ein Mann will nach unten" sei ein "Musterbeispiel für eine kunstvolle, poetische Predigt", hieß es in der Begründung der Jury. Brummer trage darin einen Hymnus des Neuen Testament anrührend und ermutigend und ebenso anspruchsvoll wie verständlich in die Gegenwart.

Brummer, geboren 1964 im württembergischen Schorndorf, absolvierte sein Vikariat in Hameln und arbeitete anschließend als Pastor in Hildesheim und Hannover. Er war auch Referent für Gemeindepädagogik, Katechismusarbeit und Seelsorge der lutherischen Kirchen in Deutschland. Seit vergangenem Jahr betreut er in Hannover ein Projekt für den zeitweiligen Einsatz von Ruhestandspfarrern.

Bei der Preisverleihung in der Bonner Schlosskirche ehrte der Verlag für die Deutsche Wirtschaft zudem den niederländischen Kirchenlieddichter Huub Oosterhuis für sein Lebenswerk. Der 80-Jährige verfasste zahlreiche Meditationen, Gebete, Lieder und Psalmenübersetzungen, die auch in Deutschland weite Verbreitung fanden. Oosterhuis war Jesuit, trennte sich 1971 von der katholischen Kirche und blieb der ehemals katholischen und jetzt unabhängigen "Studentenkirche" in Amsterdam verbunden.

Mit dem im Jahr 2000 erstmals vergebenen Ökumenischen Predigtpreis will der Verlag für die Deutsche Wirtschaft die Redekunst in den Kirchen fördern. Zu der zehnköpfigen Jury gehören Theologen der beiden großen Kirchen. Die Auszeichnung ist undotiert, die Preisträger erhalten eine Bronzeplastik. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem der 2005 gestorbene Kabarettist Hanns Dieter Hüsch, der Schweizer Pfarrer und Lyriker Kurt Marti, die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, und der Theologe und Religionspädagoge Fulbert Steffensky geehrt.

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