Hannover erinnert an schwersten Bombenangriff vor 70 Jahren

Nachricht 07. Oktober 2013

Hannover (epd). Repräsentanten aus Politik und Kirche gedenken am Mittwoch (9. Oktober) der Zerstörung Hannovers durch alliierte Bombenangriffe vor 70 Jahren. Dazu führt ab 17 Uhr ein Schweigemarsch von der Ruine der 1943 zerstörten Aegidienkirche zur Marktkirche, wie der evangelische Stadtkirchenverband mitteilte. Bei einem kurzen Halt vor dem niedersächsischen Landtag sprechen Landesbischof Ralf Meister und der Vizepräsident des Landtags, Karl-Heinz Klare (CDU).

In der Nacht zum 9. Oktober 1943 flogen britische Bomber den schwersten Luftangriff auf die Industriestadt Hannover. 540 Flugzeuge warfen 1.660 Tonnen Brand- und Sprengbomben ab. Dabei kamen mehr als 1.200 Menschen ums Leben, rund 250.000 wurden obdachlos. In Hannover produzierten mehrere Unternehmen Teile für Fahrzeuge, Flugzeuge und U-Boote der Wehrmacht. Das Stadtzentrum und die Südstadt wurden zu großen Teilen zerstört. Bis Kriegsende forderten insgesamt 88 Bombenangriffe in Hannover mehr als 6.700 Todesopfer.

Zum Auftakt der Gedenkstunde in der Aegidienruine erinnert Hannovers Bürgermeister Bernd Strauch (SPD) an die Bombennacht. Danach sollen in mehreren Innenstadtkirchen die Totenglocken läuten. In der Marktkirche schließt sich um 18.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst an, bei dem Vertreter mehrerer christlicher Konfessionen mitwirken.

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