Rund 500 Menschen demonstrieren in Burgdorf gegen Gewalt im Irak

Nachricht 27. September 2014

Burgdorf/Reg. Hannover (epd). Rund 500 Menschen haben am Sonnabend in Burgdorf friedlich gegen die Gewalt der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im Irak demonstriert. Zu der Veranstaltung, an der auch Vertreter der Kommune, Kirchen und Vereine in Burgdorf mitwirkten, hatte das Ezidische Kulturzentrum Celle aufgerufen. Der Burgdorfer Superintendent Ralph Charbonnier verurteilte die Greueltaten der IS-Kämpfer: "Sie wecken Wut, sie lösen Verzweiflung aus, sie lassen uns ohnmächtig erscheinen und führen uns aber auch zusammen."

Deutsche Politiker hätten in dieser Situation die schwere Aufgabe, Entscheidungen zu treffen. Mit Waffenlieferungen werde neues Leid produziert, gleichzeitig wisse jeder, dass ein Völkermord fortgesetzt werde, wenn Jesiden und Christen sich nicht wehren könnten. "Es ist die Wahl zwischen einer Schuld und einer anderen Schuld", sagte der evangelische Theologe und fügte hinzu: "Hoffen wir, dass weise und klug entschieden wird, so dass Gewalt eingedämmt wird."

Die Demonstranten trugen Spruchbänder auf denen etwa stand "Das ist Völkermord - Stoppt ISIS". An der Kundgebung nahmen auch zahlreiche deutsche Bürgerinnen und Bürger aus Burgdorf teil. Die Demonstration richtete sich gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die radikal-sunnitische IS massakriert und vertreibt seit Wochen Jesiden, Christen und andere Minderheiten im Nordirak. Hunderttausende sind vor den Terroristen auf der Flucht. "Wenn nicht sofort gehandelt wird, werden viele unschuldige Menschen Opfer unserer Tatenlosigkeit", hieß es im Aufruf zur Demonstration.

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