Landtag eröffnet neue Sitzungsperiode mit ökumenischer Andacht

Nachricht 23. September 2014
Hannover (epd). Der niedersächsische Landtag hat seine neue Sitzungsperiode mit einer ökumenischen Andacht in der hannoverschen Marktkirche begonnen. In der Predigt rief der evangelische Landesbischof Christoph Meyns aus Braunschweig die Abgeordneten und Mitarbeiter der vier Fraktionen dazu auf, sich zwischen Aktenbergen und Ausschusssitzungen immer wieder Zeit zum Innehalten oder für ein Gebet zu nehmen: "Es ist wichtig, dass die Dinge, die unser Herz und unseren Kopf bewegen, nicht anfangen, uns zu beherrschen."
 
Um zur Ruhe und zu sich selbst zu kommen, sei es nötig, sich Pausen zu gönnen: "Wir werden Gott und die Mitte unseres Lebens nicht erkennen, wenn wir nicht das Hamsterrad unseres Alltags unterbrechen." So könnten neue Perspektiven auf die Dinge des Alltags entstehen. Es gehe allerdings um "mehr als Wellness für die Seele", betonte Meyns. Gerade das Gebet zu Gott sei nicht immer angenehm. Es konfrontiere den Beter auch mit Ängsten, Zweifeln und Unsicherheiten.
 
Der Landtag kam am Mittag erstmals in einem provisorischen Plenarsaal zusammen. Dafür wurde das vor hundert Jahren errichtete historische Georg-von-Cölln-Haus zwischen der Marktkirche und dem bisherigen Plenarsaal im Leineschloss für 3,5 Millionen Euro umgebaut. Dort wird das Parlament bis 2017 tagen. In dieser Zeit wird das alte Landtagsgebäude für 52 Millionen Euro aufwendig restauriert.