Hannovers Stadtsuperintendent setzt auf neue Formen

Nachricht 31. August 2014

Hannover (epd). Angesichts deutlich gestiegener Kirchenaustrittszahlen im ersten Quartal auch in Hannover setzt der evangelische Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann auf neue Formen für kirchliche Angebote. Es gebe bereits eine Reihe von Projekten wie etwa eine Jazz-Reihe "Round Midnight" in der zentralen Marktkirche der Stadt, sagte er der "Neuen Presse" in Hannover (Montagsausgabe). Die Gemeinden hätten eine spürbare Kraft, sich an veränderte Realitäten anpassen zu können. "Wir haben immer noch Gegenwart und Zukunft."

Heinemann verwies auch auf Projekte mit Partnern. So sei die Christuskirche in Zusammenarbeit mit dem Mädchenchor Hannover als internationales Chorzentrum belebt worden. Zudem profilierten sich einige Kirchen mit eigenen Schwerpunkten. "Im September weihen wir auf dem Kronsberg in Hannover das anlässlich der Expo gebaute Gemeindezentrum als Stadtkloster 'Kirche der Stille' ein."

Das "Feuer des Glaubens" gehe nicht verloren und brenne in verschiedenen Lebensformen der Kirche, sagte Heinemann weiter. "Das Abendmahl wie ich es regelmäßig in der Marktkirche erlebe und feiern darf, das hat gerade in seiner traditionellen Form eine große Kraft, immer wieder auch für junge Leute." Der Zeitung zufolge gehörten zum 1. Januar dieses Jahres in der Stadt Hannover nur noch weniger als die Hälfte der knapp 526.000 Einwohner einer der beiden großen Kirchen an.

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